Premiere im Großen Haus: L’Isola D’Alcina

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Oper von Giuseppe Gazzaniga

Nach dem großen Erfolg von ‚Les Boréades‘ hat sich Regisseur Christoph von Bernuth mit
‚L’Isola d’Alcina‘ einer weiteren Wiederentdeckung angenommen und geht nun in Oldenburg
noch einen Schritt weiter als in Schwetzingen, indem er den parodistischen Charakter des
Werkes dazu nutzt, kulturelle Zuschreibungen, Geschlechterrollen und Stereotypen ad
absurdum zu führen: Ein turbulenter Abend voller Spielfreude und grotesker Situationen mit
dem musikalischen Esprit des späten 18. Jahrhunderts.

Librettist Giovanni Bertati schildert in seiner Parodie, wie ein alter Mythos von der aufgeklärten
Neuzeit mit großer Respektlosigkeit abgeschafft wird. Dabei spielt er nicht nur mit etlichen
Nationalklischees, sondern hinterfragt auch das zeitlose Streben nach ewiger Jugend und
Schönheit. Aus dieser Steilvorlage schuf Giuseppe Gazzaniga eine wahrhaft komische Oper, die
1772 in Venedig uraufgeführt und bald darauf europaweit gespielt wurde. Joseph Haydn
steuerte sogar noch eine weitere Arie für Alcina bei.

Ein Franzose, ein Engländer, ein Italiener, ein Spanier und ein Deutscher stranden in einsamer
Gegend. Wie sich herausstellt, handelt es sich um die Insel der Alcina: jener alle Männer
bezirzenden Fee, die doch eigentlich seit 800 Jahren tot sein müsste – sich ihren Gästen aber
als alterslos und verführerisch schön präsentiert. Im Widerstreit von Vernunft und Versuchung
geraten die Inselbesucher in große (Liebes-)Turbulenzen und entlarven Alcinas Zauber am Ende buchstäblich als „alten Zopf“.

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