88:93! EWE Baskets verlieren ersten Schlagabtausch

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Rebounds entscheiden 1. Viertelfinale – Zweites Spiel bereits am Samstag

Die EWE Baskets Oldenburg haben den ersten Schlagabtausch im Viertelfinale der Playoffs in der easyCredit BBL verloren und den Heimvorteil zunächst aus der Hand gegeben. Gegen ratiopharm ulm unterlagen die Oldenburger in einer engen Partie letztlich knapp mit 88:93. Am Samstag (18 Uhr) ist das Team erneut in der Großen EWE Arena gefordert und benötigt einen Sieg, um mit einer ausgeglichenen Bilanz nach Ulm zu reisen.

Den Gastgebern fehlte am Donnerstag ein Stück Überzeugung, das eigene Spiel in der Offensive durchzudrücken. Die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic fand abgesehen vom ersten Viertel nicht zur gewohnten Ballbewegung, erspielte sich nicht genügend offene Würfe aus der Distanz. Defensiv gelang es zwar, die Ulmer Dreierquote auf 29 Prozent zu drücken, die EWE Baskets bezahlten dafür allerdings mit 67 Prozent Quote der Gäste aus Nah- und Mitteldistanz. Zudem fehlte den Oldenburgern die nötige Konsequenz im Rebounding. Ulm sicherte sich insgesamt 14 zweite Chancen und gewann das Reboundduell mit 38:27.

Auf Oldenburger Seite wurde Kapitän Rickey Paulding mit 16 Punkten zum Topscorer, erzielte dabei seinen 7.500 Punkt in der easyCredit BBL. Nathan Boothe kam auf 15 Zähler, Rasid Mahalbasic erzielte 13 Punkte, hat nun über 2.000 Zähler für die EWE Baskets markiert und spielte fünf Assists. Karsten Tadda gab den 750. Assist in der easyCredit BBL.

Head Coach Mladen Drijencic beorderte Nathan Boothe in die Starting Five, der in den ersten Minuten kaum zu stoppen war und beim Stand von 10:3 bereits sieben Zähler auf seinem Konto hatte. Die Oldenburger zeigten auf beiden Seiten des Courts die größere Aktivität  und hatten die Spielkontrolle. In dieser Phase konnten sich die Ulmer nur mit Dreiern in Schlagdistanz halten. Die EWE Baskets bewegten den Ball noch gut, hatten nach 10 Minuten bereits neun Assists auf dem Konto und fanden in Hobbs zusätzliche Energie von der Bank. Der Spielmacher verwandelte zwei Distanzwürfe und die Gastgeber setzten sich auf 29:19 ab, bevor Herrera sich mit Ablauf des Viertels ein Dreipunktspiel erarbeitete (32:19).

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Oldenburger die Partie im Griff, kamen auch zu einfachen Punkten im Fastbreak und führten kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts mit 17 Zählern. Es waren Kleinigkeiten, wie ein abgegebener Offensivrebound oder unnötige Ballverluste im Fastbreak, mit denen die Gäste sich langsam ins Spiel arbeiteten. Auf einen 0:10-Lauf hatte Paulding mit einem gut herausgespielten Dreier noch die Antwort (39:29),  Ulm aber stoppte nun die Oldenburger Ballbewegung immer häufiger und hatte Vorteile im Rebounding. Dazu fanden die Gäste gegen die aggressive Verteidigung Lösungen, kamen immer wieder mit Cuts zu einfachen Punkten und verdienten sich eine knappe Halbzeitführung.

Auch im dritten Abschnitt behielten die Gäste die Spielkontrolle und setzten sich langsam ab. Besonders das Duo Caupain und Osetkowski war in dieser Phase nicht zu stoppen und brachte Ulm fast zweistellig in Führung (53:62). Rickey Paulding entfachte mit einem Hustle-Play neues Feuer, dazu versuchten die Gastgeber nun ihre Schwächen im Duell Mann gegen Mann mit der Zonenverteidigung zu kaschieren und hielten sich nach 30 Minuten in der Partie (61:66).

Offensiv fanden die Oldenburger aber nicht die Mittel, den Dreier ins Spiel zu bringen, mussten sich die Zähler hart erarbeiten und begingen unnötige Fehler. So verwandelte erst Petrucelli aus der Distanz, dann gewann Holman den Ball und vollendete per Dunk. Die EWE Baskets mussten beim Stand von 62:71 die schnelle Auszeit ziehen. Es war Phil Pressey, der mit einem starken Zug zum Korb und mit einem Ballgewinn neue Hoffnung gab, Paulding brachte sein Team auf fünf Zähler heran (68:73). Wann immer in den nächsten Minuten sich die Wende anzubahnen schien, erlaubten sich die Gastgeber unnötige Ballverluste oder gaben leichte Offensivrebounds ab. Zwei schnelle Abschlüsse von Hornsby und Herrera verkürzten auf 79:83, Ulm aber punktete doppelt aus zweiten Chancen und brachte den Erfolg verdient über die Zeit.

Stimmen zum Spiel:

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Wir sind nicht allein nur wegen der Niederlage an sich enttäuscht sondern über die Art, wie sie zustande kam. Dafür hat man nicht zehn Monate hart gearbeitet. Man kann einem Gegner, der so viele Waffen hat, nicht so viele einfache Punkte in der Zone und so viele Offensiv-Rebounds erlauben. Auch offensiv haben wir die Struktur verloren, als Ulm aggressiver gespielt hat. Das waren die drei Faktoren, die uns den Rhythmus im Spiel gekostet haben. Wir haben großartig angefangen, aber dann das Spiel aus den Händen gegeben.“

Jaka Lakovic (Head Coach ratiopharm ulm): „Es war ein enges Spiel. Wir sind nervös gestartet. Ein starkes Oldenburg hat das ausgenutzt und 32 Punkte im 1. Viertel hingelegt. Da haben wir geschlafen und das darf einem in den Playoffs eigentlich nicht passieren. Dank einer dann besseren Defense sind wir aufgewacht und die Jungs haben Charakter gezeigt. Ab dem 3. Viertel war die Partie bis zum Ende offen. Nun kommt Spiel 2 und das ist im Moment das Wichtigste.“

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