Bodenstation Moor fit für den Frühling gemacht

Foto: Bad Zwischenahner Touristik GmbH

Ein Team von Freiwilligen räumt auf.

Im Kayhauser Moor an der Grenze zu Bad Zwischenahn ist ein wahres Geschichtswunderwerk direkt in der Natur. Jahrtausende alte Moorflächen lassen sich dort an der Bodenstation Moor hautnah erleben und so manch ein Fund, der 7000 Jahre auf dem Buckel hat, lässt sich entdecken. Die Bodenstation Moor gibt es bereits seit Mai 2013 und seitdem wird sie gehegt und gepflegt. Jedes Frühjahr macht sich eine Gruppe Freiwilliger auf, um die Station während einer Säuberungs- und Rückschnittaktion von Unkraut zu befreien und das Bodenprofil abzustechen, das den Besuchern die einzelnen Schichten aufzeigt.

Am Mittwoch hat sich erneut eine Gruppe Freiwilliger mit Spaten, Astschere, Handschuhen und Gummistiefeln auf gemacht, um die Bodenstation wieder herzurichten. „Wir machen das immer einmal kurz vor Ostern“, erklärte Ute Aderholz vom Umweltbildungszentrum des Landkreises Ammerland. Denn dann kommen in der Regel bereits die ersten Radfahrer und Wanderer an der Bodenstation am Torfspitt vorbei und können sich dort informieren. Im Mai stehen noch einmal Feinarbeiten an. Dann wird auch das Bodenprofil noch einmal etwas genauer beschnitten und von Pflanzen befreit, die sich in den kommenden Wochen daran festsetzen. Auch rund um die Bodenstation stehen jedes Jahr kleine Arbeiten an. So haben die Helfer unter anderem Birkensetzlinge entfernt. „Wir wollen das Bild des ursprünglichen Moores so gut es geht erhalten“, sagte Enno Gerken vom Naturschutzbund (NABU Bad Zwischenahn). Auch höhere Gräser werden entfernt und Müll eingesammelt. „In diesem Jahr sieht es ganz gut aus“, sagte Ute Aderholz. Sie kümmert sich bereits seit der Errichtung 2013 um die Erhaltung der Bodenstation. Zu ihren Mitstreitern gehören unter anderem Horst Bischoff, Naturschutzbeauftragter des Landkreises Ammerland, und Rudolf Lüers, ehemaliger Moorvoigt.

In diesem Jahr haben sich mehrere Mitglieder des NABU an der Aktion beteiligt. „Um etwas zurückzugeben“, wie Enno Gerken sagte. Denn im vergangenen Sommer haben die Mitglieder ihre Versammlungen dort abgehalten. Gerken nutzte die Aktion zudem, um Ute Aderholz für ihre Bemühungen um die Bodenstation zu danken. An der Bodenstation kann nicht nur Geschichte erlebt, sondern auch aktuelle Themen besprochen und veranschaulicht werden. So habe das Moor etwa viel mit dem Thema Klimawandel zu tun. „Mit der Bodenstation wurde etwas Nachhaltiges in Bad Zwischenahn geschaffen“, erklärte Gerken.

Die Bodenstation Moor und der Torfspitt im Kayhauser Moor können eigentlich regelmäßig mit einem unserer Gästeführer besucht werden. Herbert Wemhoff führt seine Gäste, wenn es möglich ist, ab dem 28. Mai ins Moor und klärt über die kulturelle Bedeutung des Moores für die Region auf und spricht über gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die dort ihren Rückzugsort gefunden haben. Wer an einer Führung interessiert ist, wird gebeten, sich mit Herbert Wehmhoff unter Telefon 04403/2264 oder per E-Mail in Verbindung zu setzen. Er informiert auch darüber, ob eine Führung im Mai bereits stattfinden kann.

BU (Gruppe): Ein Team von Freiwilligen hat sich am Mittwochmorgen eingefunden, um die Bodenstation Moor fit für die Saison zu machen. Mit dabei waren (v. l.) Horst Bischoff (Naturschutzbeauftragter Landkreis Ammerland, Nico Appelt (Kurbetriebsgesellschaft, Außenstelle Moor), Enno Gerken (NABU Bad Zwischenahn), Ulrich Kapteina, Ute Aderholz (beide Umweltbildungszentrum), Ralf Eden, Wilfried Hoffmann, Franka Friedrichs (NABU), Rudolf Lüers (ehemaliger Moorvoigt) und Herbert Wemhoff (Heimatverein).

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