Corona und das Solidaritätsprinzip, deshalb arbeiten wir weiter!

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Zurzeit wird jedes Gespräch mit der Frage „Sind bei euch noch alle gesund?“ eröffnet. Die können wir dankenswerterweise mit „Ja“ beantworten. Dann folgt immer die Frage „Arbeitet ihr noch?“ Und auch diese Frage können wir mit einem klaren „Ja“ beantworten. Manchmal folgt ein „Warum das denn, ihr könnt doch Kurzarbeit beantragen“

Ja, wir könnten Kurzarbeit beantragen, wollen wir aber nicht!

Das heißt nicht, dass wir leichtfertig mit der Gesundheit unserer Angestellten umgehen, dass sie uns sogar egal wäre. Nein, das ist sie nicht, und wir selbst arbeiten ja auch in unserer Firma und wollen gesund bleiben. Wenn alle Mitarbeiter die nötige Sorgfalt walten lassen, aufeinander Rücksicht nehmen und aufeinander achten ist ein Weiterarbeiten, auch in Zeiten von Corona, in einem Betrieb wie unserem, durchaus gut möglich.

Wir sind ein kleines, inhabergeführtes Familienunternehmen mit zehn Angestellten. Wirtschaftlich geht es uns gut, vor allem, weil wir immer darauf achten, in guten Jahren Rücklagen für schlechtere Zeiten zu bilden. Genau das zahlt sich jetzt aus. Mit unseren Rücklagen können wir über einen längeren Zeitraum unseren Betrieb aufrechterhalten, ohne auf irgendwelche Zuschüsse angewiesen zu sein.

Ja, auch wir haben nicht mehr so viele Aufträge abzuarbeiten, dann produzieren wir eben etwas auf Vorrat. Außerdem nutzen wir die Zeit, um mal wieder all die Dinge zu erledigen, die im Alltagsstress liegen bleiben. Das Lager sollte schon immer mal aufgeräumt und neu strukturiert werden, Arbeitsplätze können technisch aufgewertet werden und ein gemeinsamer „Frühjahrsputz“ der Betriebsräume kann auch Spaß machen. Zugegeben, all das bringt keinen finanziellen Gewinn für die Firma, aber es
belastet eben auch nicht die öffentlichen Kassen. Immerhin dürfen wir noch arbeiten, und dafür sollten wir dankbar sein.

Es gibt viele Betriebe, die jetzt unverschuldet in eine echte finanzielle Notlage geraten sind und für genau solche Betriebe sollte es auch eine adäquate finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern geben. Das wird aber nur funktionieren, wenn diese Gelder auch nur von den ernsthaft in Not geratenen Betrieben beantragt werden. Natürlich ist es gerade sehr leicht, Fördergelder zu beantragen und zu bekommen. Natürlich ist es nicht
schön, zu sehen, wie die über viele Jahre angesparten Rücklagen schrumpfen, aber genau dafür sind diese Rücklagen ja gebildet worden. Die Firmen, die es sich noch leisten können, verzichten auf öffentliche Gelder zugunsten derer, die sich nichts mehr leisten können. So, und nur so, funktioniert Solidarität.

Es gibt übrigens, wie wir in diversen Gesprächen festgestellt haben, viele Firmeninhaber, die genauso denken und handeln wie wir. Die weiterhin arbeiten, um die öffentlichen Kassen nicht zu belasten. Dafür möchten wir einfach auch einmal „Danke“ sagen.

Solidarität funktioniert nur gemeinsam!

Bleiben Sie gesund, geben Sie auf sich und andere acht und denken Sie daran, gemeinsam sind wir stark!

Mit solidarischen Grüßen
Anja und Thorsten Rink

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