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Ein neues Heim für die Traditionsgemeinschaft JABOG 43?

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Foto: repo
VORSITZENDER HELMUT FRIZ
UND DAS AUSSTELLUNGSCOCKPIT

Noch steht das meiste an seinem Platz – aber die Umzugskartons, die sich langsam zu füllen beginnen, signalisieren, dass in den kommenden Monaten einiges in Bewegung bei der Traditionsgemeinschaft JaBoG 43 e.V. kommen wird. Der Verein, der mit seiner Ausstellung auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorstes im Gebäude 68 (ehemaliges Simulatorgebäude) ansässig ist, wird die Räume spätestens bis Ende 2021 räumen müssen. Im Rahmen der Kampfmittelsondierung, die im letzten Jahr anlässlich des Baubeginns auf dem Areal durchgeführt wurde, wurde festgestellt, dass das Gebäude auf verfüllten Bombenkratern steht. „Der Verein muss auf dem Gelände bleiben, ansonsten erübrigt sich sein Sinn“, sagt der Vorsitzende der Traditionsgemeinschaft Helmut Friz. Die zurzeit einzige Alternative: die ehemalige Sanitätsstaffel, die nur einige Meter Luftlinie entfernt liegt und als Gebäude erhalten bleibt. Es wurde 2015 saniert. Das Problem: den Mietpreis, der für die Flächen veranschlagt wird, kann der Verein allein nicht aufbringen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann jedoch will die Traditionsgemeinschaft in ihrem Anliegen unterstützen. Auf dem Neujahrsempfang der AGM regte er daher an, dass die Stadt den notwendigen Differenzbetrag übernehmen solle. Ein Angebot des Vereins an die EGH, die die Immobilien der Stadt verwaltet, sowie ein Entwurf des Mietvertrags liegen jetzt vor. Der Vorschlag muss nun letztendlich vom Rat bewilligt werden. Ausgang: völlig offen. Die Hoffnung ruht also auf der Sanitätsstaffel. Alles kann die Traditionsgemeinschaft im Falle eines Umzugs nicht mitnehmen – von den jetzigen 320 m² würde man sich auf 187 m² verkleinern. Also sucht der Verein jetzt schon für Ausstellungsstücke, die zu groß sind, neue Besitzer oder Ausstellungsflächen. Der Alpha Jet, eines von drei Flugzeugen, die vor dem Vereinsgebäude stehen, würde mit umziehen. Der Verbleib und die Zukunft der anderen beiden Maschinen sind noch ungewiss.

Noch gibt es weiterhin die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzusehen, und angesichts des engen Zeitfensters sollte man sich die vielen sehenswerten Exponate nicht entgehen lassen – allein schon der (geschichtlichen und kulturellen) Bedeutung wegen, die die Arbeit der Traditionsgemeinschaft für den Fliegerhorst hat. Es bleibt zu hoffen, dass sich eine Lösung bezüglich eines neuen Standortes auf dem Gelände und damit auch eine mittel- bis langfristige Perspektive für die weitere Arbeit des Vereins finden lässt. An Interesse mangelt es nicht – allein über 800 Besucher haben im letzten Jahr die Ausstellung besucht, etliche davon sind danach Mitglied im Verein geworden. Zur wöchentlich stattfindenden Dienstagsgruppe (9:00 bis 12:00 Uhr) können Interessierte weiterhin gerne auf einen Besuch vorbeischauen.

Helmut Friz ist also optimistisch, was die weiteren Entwicklungen angeht. Die maßgeblichen Parteien haben sich zur Lages des Vereins alle sehr zugewandt gezeigt. Es bleibt abzuwarten, wie groß die Unterstützung sein wird, wenn es konkret um finanzielle Fragen geht. Der Oberbürgermeister hat seinen Wunsch bekräftigt, ein Auswahlquartier zur Verfügung zu stellen. Die Frage, so Friz, ist letztlich: „Ist es der Stadt das wert?“
Mehr Infos auf www.fliegerhorst-oldenburg.de

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