Eine Sache der Freundschaft

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Foto: Horst-Janssen-Museum

Horst-Janssen-Museum feiert vom 3. Juni bis 17. Juli 25-jähriges Fördervereinsjubiläum mit einer Ausstellung.

„Eine Sache der Freundschaft“ – so lautet der Titel der neuen Ausstellung, die vom 3. Juni bis zum 17. Juli 2022 im Horst-Janssen-Museum zu sehen ist. Anlass ist das 25-jährige Bestehen der Freunde und Förderer des Horst-Janssen-Museums und dieses Jubiläum ist auch für Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos ein ganz besonderes: „Das Museum und seinen Verein verbindet eine langjährige Beziehung. Hier geht und ging es nicht nur um flankierende Maßnahmen, sondern eben schon vor 25 Jahren um eine Initialzündung, die ganz wesentlich dazu beigetragen hat, dass es dieses Horst-Janssen-Museum in Oldenburg gibt.“

Am 3. Juni 1997 wurde der Verein gegründet, mit dem Ziel, den Bau eines Museums für den großen norddeutschen Zeichner, Grafiker, Autor und Ehrenbürger der Stadt Oldenburg zu unterstützen. Drei Jahre später im November 2000 war es soweit: Das Horst-Janssen-Museum wurde eröffnet. „Seitdem unterstützt der Freundeskreis auf vielfältige Weise und mit außerordentlichem Engagement die Arbeit und die Weiterentwicklung des Horst-Janssen-Museums. Mit dieser Ausstellung möchten wir uns bei unserem Förderverein bedanken; gleichzeitig ist sie auch für uns ein schöner Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre“, sagt Christiane Cordes, die Leiterin des Amtes für Kultur, Museen und Sport der Stadt Oldenburg.

Die Horst-Janssen-Freunde fördern regelmäßig Ausstellungen, Veranstaltungen und Publikationen, Ankäufe von Janssen-Werken, Anschaffungen für die Museumspädagogik und setzen sich für die Forschung über Horst Janssen ein. Möglich machen dies die Mitgliedsbeiträge, die sich jährlich auf etwa 20.000 Euro belaufen. Hinzu kommen Einzelspenden, die durchaus im fünfstelligen Bereich liegen können. „Seit einem Vierteljahrhundert engagieren sich Kunstfreunde mit großem Engagement für IHR Horst-Janssen Museum“, erläutert Inge von Danckelman, die erste Vorsitzende des Vereins, „viele Mitglieder sind von Anfang an dabei und zeigen damit, wie wichtig ihnen das Museum ist. Die Jubiläumsausstellung ist eine Hommage an diese Freunde und Förderer.“

Die Ausstellung „Eine Sache der Freundschaft“ soll nun zu einer Zeitreise durch die vergangenen 25 Jahre einladen. „Rund 500 Werke von Horst Janssen hat der Verein über die Jahre angekauft oder als Schenkung erhalten und dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt“, sagt Antje Tietken, die die Ausstellung kuratiert hat. „Wir zeigen ein Best of von rund 60 Werken, darunter Selbstporträts, die Radierzyklen Nigromontanus und Caspar David Friedrich, Lithografien und Zeichnungen.“ Auch in seiner Forschungs- und Dokumentationsarbeit wird das Museum vom Verein unterstützt, so zum Beispiel beim Projekt „Zeitzeugen“, für das 35 Weggefährten von Horst Janssen interviewt wurden. In den Videos, von denen eine Auswahl in der Ausstellung gezeigt wird, kommen unter anderem der Galerist Hans Brockstedt, Horst Janssens Frau Verena Janssen und der ehemalige Vorsitzende des Oldenburger Kunstvereins Dr. Dr. Ummo Francksen zu Wort.

Einen Überblick über die vielen vom Verein mitfinanzierten Ausstellungen gibt eine Wand mit Ausstellungsplakaten, darunter beispielsweise „Paris im Japanfieber“ (2007), „Angeber X“ (2012), „Geile Sybillchen“ (2014) und „Das kann nur Zeichnung“ (2020). Daneben befindet sich eine Sitzecke, in der man gemütlich in den vom Verein geförderten Publikationen und Ausstellungskatalogen schmökern kann. Und eine Wand mit Fotos und Zeitungsartikeln ermöglicht Einblicke in die Aktivitäten des Vereins.

Jüngster Coup der Freunde und Förderer ist ein Forschungsstipendium, das er gemeinsam mit dem Museum ins Leben gerufen hat. Die erste Stipendiatin Aline Helmcke hat im Januar ihre neunmonatige Residenz in Oldenburg angetreten. Sie forscht nicht nur am Horst-Janssen-Museum, sondern ist selbst Künstlerin und bereichert die Jubiläumsausstellung mit einem Einblick in ihre Forschungsaktivitäten sowie eigenen Arbeiten, die während ihrer Beschäftigung mit Janssens Frühwerk entstanden sind.

Aktuell hat der Förderverein rund 360 Mitglieder. Natürlich nimmt das bürgerschaftliche Engagement für das Horst-Janssen-Museum einen hohen Stellenwert im Vereinsleben ein, aber unter dem Motto „Kunst erleben, Freunde treffen“ genießen die Mitglieder auch eine Reihe von Vorteilen: Sie haben freien Eintritt ins Horst-Janssen-Museum, das Stadtmuseum Oldenburg und das Edith-Russ-Haus, aber auch ins Groninger Museum und in die Kunsthallen Bremen und Emden. Hinzu kommen Einladungen zu Previews und Tagesfahrten. Und auch der Austausch und das Netzwerken mit den Fördervereinen der genannten Häuser wird gepflegt. „In den letzten 25 Jahren haben wir für und gemeinsam mit dem Horst-Janssen-Museum viel erreicht“, resümiert Vereinsvorsitzende Inge von Danckelman und fährt fort: „Der Förderverein wird das Museum auch weiterhin bei wichtigen Zukunftsfragen in vielerlei Hinsicht unterstützen und die kulturelle Bedeutung des Museums ins öffentliche Bewusstsein rücken. Und dafür hoffen wir auf viele weitere aktive Mitglieder.

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