“Herzblut, machen, durchhalten”

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Foto: Tatjana Holthusen

Tatjana Holthusen ist Mutter, Ratsfrau und seit Kurzem Unternehmerin mit ihrer eigenen Reitschule.

“Wenn es kein passendes Angebot gibt, habe ich die Möglichkeit,
ein solches zu schaffen und nicht nur meinen, sondern
mittlerweile 60 Kindern in der Woche eine Chance auf einen
kindgerechten Reitbetrieb zu bieten.” Tatjana Holthusen reitet,
seit sie drei Jahre alt ist und auch ihre beiden Kinder sind voll
im Pferdefieber. Aus mangelndem Angebot in der Region für
kindgerechten Reitunterricht entschloss sie sich, ein solches zu
schaffen.
Die gebürtige Bernerin, die mit ihrem Mann Jendrik Holthusen
und den gemeinsamen Kindern auf einer Außenstelle des
„Hof auf der Wurp“ lebt, geht ihre Projekte entweder ganz oder
gar nicht an. „Halbe Sachen sind nichts für mich. Darum bin
ich nach Vechta gegangen und habe meinen Trainerschein gemacht.
Was ich anbiete, soll stimmig und richtig sein. Das ist
mein Anspruch.“
Die Nachfrage bestätigt ihr, dass sie sich richtig entschieden
hat. „Das ist nicht nur ein Hobby oder ein netter Zeitvertreib“, so
die zweifache Mutter, Gründerin und frischgebackene Ratsfrau
der Stadt Brake. In der Reitschule Holthusen kommen seit ungefähr
einem Jahr rund 60 Reitschülerinnen und -schüler zu ihr.
Die Wartelisten sind lang, eine Erweiterung der Reitanlage ist
geplant, um das Angebot zu vergrößern.
Als ausgebildeter Coach beobachtet Tatjana Holthusen immer
wieder, wie viel die Vierbeiner Kindern geben. „Manchmal kommen
die Kinder hierher, schnappen sich ihr Pony und dann erzählen
sie ihm von ihrer Woche, was sie belastet oder glücklich
macht. Danach geht es ihnen besser, denn die Tiere sind ihre
Freunde und geben ihnen etwas zurück, das ihnen in diesem
Moment niemand anderes geben kann.“
Neben dem praktischen Unterricht bringen Tatjana und ihr
Team den Kindern auch theoretisches Wissen bei. „Die Ponys
sind unsere Familienmitglieder und der respektvolle und geschulte
Umgang mit ihnen gehört zu unserem persönlichen Anspruch.“
Da kann es auch passieren, dass die Kinder feststellen,
dass es im echten Leben nicht immer läuft, wie in den Lieblingsserien,
in denen man sich aufs Pferd schwingt und über die
Felder galoppiert. Doch der Bullerbü-Charme ist deshalb nicht
verloren.

In den Ferien bieten wir Ponyhofurlaub an.“ Das naturbezogene
Programm und die landschaftlich schöne Umgebung sorgen
für unvergessliche Momente. „Wir merken immer wieder, dass
unsere kleinen Gäste das Einfache lieben. Aufmerksamkeit, Natur,
und in jeder Sekunde etwas Neues zu entdecken und zu lernen.
Wir müssen ihnen nur diesen Raum dafür geben.“
Was rät sie anderen Gründer:innen in der Wesermarsch, damit
sie aus ihrer Idee eine Wirklichkeit schaffen?

  • Du brauchst Herzblut für deine Idee.
  • Mach es endlich.
  • Halte durch, denn es lohnt sich.
  • Netzwerken. Frag genau bei den Leuten nach, die diesen Weg
    gegangen sind. Ich konnte mich an viele befreundete Reitschulen
    in der Wesermarsch und darüber hinaus wenden und wurde
    von allen Seiten offen empfangen. Wer Fragen hat, muss sie
    stellen, sonst gibt es keine Antworten.
  • Hole dir Rat ein und geh zu einem Business Coach. Dieser
    zeigt dir, was du brauchst, und unterstützt dich auf deinem
    Weg. Sichere dich ab. Stell dich auf Gegenwind ein, besonders
    wenn es um eine Finanzierung geht. Ohne ein richtiges Konzept
    und Businessplan geht da nichts. Frage dich, warum und
    wie willst du dein Angebot auf den Markt bringen. Sei dir deiner
    selbst bewusst und fang an.

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