Homeoffice in Corona-Zeiten: Steuerliche Erleichterungen

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Foto: Lichtblick Fotostudio

Viele Arbeitnehmer müssen sich auf eine neue Arbeitssituation einstellen: das Homeoffice. Das Arbeiten zu Hause bietet einige Vorteile: Man spart sich den Arbeitsweg, und zwischendrin können einige private Dinge erledigt werden. Doch müssen auch Regeln wie die vorgeschriebenen Arbeitszeiten, Ruhepausen und die Begrenzung auf maximal 10 Arbeitsstunden eingehalten werden. Auch der Arbeitgeber wird von seinen Pflichten nicht entbunden, wenn der Mitarbeiter von Zuhause arbeitet. So muss er auch für Ihr Homeoffice dafür sorgen, dass der Arbeitnehmerschutz eingehalten wird und Ihnen die entsprechende Ausrüstung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus kann er sich auch an den Kosten für die Einrichtung Ihres Büros beteiligen. Tut er das nicht, können Sie diese Kosten steuermindernd in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Grundsätzlich gilt: Haben Sie bei Ihrem Arbeitgeber einen Arbeitsplatz, ist ein zusätzliches häusliches Arbeitszimmer nicht von der Steuer absetzbar. Schließt der Arbeitgeber aber das Büro und verpflichtet die Mitarbeiter, im Homeoffice zu arbeiten – derzeit steht das wegen der Corona-Krise an der Tagesordnung –, kann man die Kosten für das Homeoffice in voller Höhe von der Steuer absetzen. Arbeitet man im Wechsel im Homeoffice und im Büro, kommt es auf den Umfang an. Bei 3 Tagen pro Woche im Homeoffice kann man auch die vollen Kosten absetzen, bei 2 Tagen pro Woche nicht. Die Kosten müssen immer einzeln nachgewiesen werden. Voraussetzung: Es muss sich um einen eigenen, abgeschlossenen Raum handeln und die private Mitbenutzung des Raumes weniger als 10 Prozent betragen. Um das Arbeitszimmer bei der Steuererklärung nachweisen zu können, sollten Sie Fotos des Arbeitszimmers und die Anordnung des Arbeitgebers zum Homeoffice bereithalten. Die Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer ermittelt man anteilig anhand der Zimmergröße zur gesamten Wohnfläche. Prozentual kann man die Miete oder bei Wohneigentum die Abschreibung des Gebäudes, Nebenkosten wie Strom, Wasser, Müllgebühren, die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung bei der Steuer absetzen, ebenso wie die Ausstattung des Arbeitszimmers.


Tipp: Wenn Sie Ihr Arbeitszimmer nicht absetzen können, können Sie immerhin mit Anschaffungen für das Homeoffice Steuern sparen und diese als Werbungskosten absetzen. Das aber geht natürlich nur, wenn Ihr Chef Ihnen keine Kosten erstattet hat. Und noch ein Tipp: Bleiben Sie bitte gesund!

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