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Kulturministerium vergibt Literaturstipendien 2020 Thümler: Niedersachsen ist attraktiver Standort für Literatur, Kreativität und Kultur

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Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) zeichnet 2020 sechs Schriftstellerinnen und Schriftsteller mit den Literaturstipendien des Landes Niedersachsen aus. Für jeweils ein Jahresstipendium, ein Stipendium im Bereich Kinder- und Jugendliteratur, ein Übersetzerstipendium und drei Arbeitsstipendien stehen insgesamt rund 45.000 Euro zur Verfügung.
„Mit den Niedersächsischen Literaturstipendien unterstützen wir Autorinnen und Autoren dabei, ihre literarischen Projekte umzusetzen“, sagt Thümler. „Die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten und ihre ganz unterschiedlichen Projekte zeigen einmal mehr: Niedersachsen ist ein attraktiver Standort für Literatur, Kreativität und Kultur.“
Das mit 14.000 Euro dotierte Jahresstipendium geht an Juliette Groß für ihr Romanprojekt „Überhebungen“, dessen Geschichten unter anderem in Hannover und Umgebung spielen. „Juliette Groß ist in der Hauptstadt des Landes Niedersachsen auf die Welt gekommen und zur Schule gegangen – sie weiß also, wovon sie spricht und worüber sie schreibt. Das lassen ihre Geschichten erkennen, die auf kunstvolle Weise miteinander verknüpft sind und die sowohl sprachlich als auch in der Figurenkomposition überzeugen“, urteilt die Niedersächsische Literaturkommission in ihrer Begründung.
Die in Berlin lebende Autorin Ilke S. Prick erhält das Stipendium für Kinder- und Jugendbuchautoren in Höhe von 8.000 Euro für ihr Projekt „lichterloh“. Die Literaturkommission sieht die in Oldenburg spielende Erzählung als einen Text, der sich Zeit nimmt, den Plot und die Figuren sehr sorgfältig und glaubhaft zu entwickeln. Überdies zeige er eine hohe literarische Qualität, die sich durch präzisen Sprachduktus und klare Struktur auszeichne.

Die in Hannover lebende Übersetzerin Eva Schweikart erhält das Übersetzerstipendium, das mit 7.800 Euro dotiert ist. Ihr Projekt ist die Übersetzung des ursprünglich 1930 erschienenen Romans „De biecht“ (Die Beichte) der niederländischen Autorin Marianne Philips ins Deutsche. „Die Übersetzung des Romans erfordert ein intensives Eindenken in die Lebens- und Erfahrungswelt der Protagonistin, großes sprachliches Fingerspitzengefühl sowie sorgfältige Recherchen in der Welt der Mode und den Gegebenheiten der Psychiatrie um 1930“, so die Literaturkommission in ihrer Begründung.


Darüber hinaus vergibt das Kulturministerium drei Arbeitsstipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Anja Kampmann wird für ihren geplanten Gedichtzyklus „Marschland“ ausgezeichnet, in dem die Region, in der sie aufgewachsen ist im Zentrum steht – die Elbmarsch. Ein weiteres Stipendium geht an die in Göttingen geborene Autorin Tamar Noort
für ihr erstes Romanprojekt mit dem Titel „Ans Licht“, in dem es um eine junge Pastorin geht.


Der in Berlin lebende Autor Marc Lunghuß erhält ein Stipendium für sein Romanprojekt „Als ich an Wölfe dachte“, in dem er sich mit der Rückkehr des Wolfes nach Niedersachsen und der Konfrontation mit dem Menschen beschäftigt.


Die Stipendien werden auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission vergeben. Ihre Mitglieder sind Dr. Tilmann Lahme (Vorsitz; Verwalter der Professur für Mediengeschichte und kritische Publizistik an der Leuphana Universität Lüneburg), Dr. Anke
Detken (Professorin für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Georg-August- Universität Göttingen) und Kathrin Dittmer (Sprecherin der Niedersächsischen Literaturbüros und Leiterin Literaturhaus Hannover).

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