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Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg schaut zurück auf eine Dekade Sammlungsgeschehen

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Foto: Landesmuseum Oldenburg

Zehn Jahre Neuerwerbungen.

Es sind vor allem Ausstellungen, mit denen Museen – in normalen Zeiten – Aufmerksamkeit erregen. Die eigentlichen Kernaufgaben der Museumsarbeit, das Sammeln, Forschen und Bewahren, geschehen zumeist im Verborgenen. Doch es sind vor allem die historisch gewachsenen und kontinuierlich erweiterten Sammlungen und Archive, die den Ausgangspunkt jeder Museumsarbeit bilden und aus denen heraus Ausstellungen und Erzählungen erarbeitet werden.

Anlässlich seines zehnjährigen Dienstjubiläums schaut Dr. Rainer Stamm, seit 1. Mai 2010 Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, mit der Publikation Zehn Jahre Neuerwerbungen zurück auf eine Dekade Sammlungstätigkeit und macht damit erstmals die Sammlungsstrategie des Museums sichtbar. In dem opulenten, durchgehend mit farbigen Tafelseiten versehenen Bildband, der mit Unterstützung der Oldenburgischen Museumsgesellschaft pünktlich zum Jubiläum erscheint, finden sich die wesentlichen Sammlungsschwerpunkte und Alleinstellungsmerkmale des Landesmuseums: von einem authentischen Portrait des legendären Grafen Anton Günther (um 1662) über Meisterwerke des Brücke-Expressionismus und von Franz Radziwill bis zu Werken der Gegenwartskunst, etwa von Wolf Vostell, Salomé oder Werner Berges.

Neben die seit Jahrzehnten gepflegten Sammlungsschwerpunkte traten in den letzten zehn Jahren auch Sammlungsbereiche, die – durch gezielte Ankäufe und großzügige Schenkungen – neu geschärft und wesentlich ausgebaut werden konnten: Dies betrifft vor allem Arbeiten von Künstlerinnen, die verstärkt in die Sammlung aufgenommen wurden, Werke der Bauhaus-Künstler aus Nordwestdeutschland und die beträchtlich und bis in die Gegenwart erweiterte Sammlung Kunstgewerbe und Design.

Die Textbeiträge der wissenschaftlichen MuseumsmitarbeiterInnen machen anschaulich, welche Aspekte für die Ausrichtung der Sammlungen dabei im Vordergrund standen und stehen. Zudem bietet die Publikation einen Überblick über die Ausstellungen und Forschungsprojekte, mit denen sich das Landesmuseum Oldenburg in den letzten zehn Jahren als bedeutender Forschungsstandort innerhalb der deutschen Museumslandschaft etablieren konnte.

„Die Publikation versteht sich als Bilanz, aber vor allem auch als Dank an die vielen Stifterinnen und Stifter, Privatleute, Förderer und Institutionen, die es uns ermöglicht haben, die historisch gewachsenen Sammlungen unseres großartigen Museums fortzuschreiben und weiterzuentwickeln. Ein Museum ist keine Institution, die stillsteht und abwartet, sondern sich weiterentwickelt und immer neue Erzählungen generiert. Ich bin all jenen unglaublich dankbar, die uns bei dieser Arbeit unterstützen“, sagt Dr. Rainer Stamm anlässlich des Erscheinens der Publikation.

„Das Landesmuseum hat mit seinen Aktivitäten der jüngsten Jahre überregionale Strahlkraft entwickelt. Der breit angelegte Ausbau seiner Sammlungen geht damit einher. Der Bildband bereitet nicht nur ästhetisches Vergnügen und zeigt, wie stolz wir auf unser Landesmuseum sein können. Er trägt auch dazu bei, das Interesse am kulturellen Erbe und der Weiterentwicklung der kulturellen Identität des Oldenburger Landes zu stärken. Die Oldenburgische Museumsgesellschaft freut sich, dass sie zum Erscheinen des Kataloges beitragen konnte“, so Dr. Irmtraud Rippel-Manß, Vorsitzende der Oldenburgischen Museumsgesellschaft.

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