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Mobile Teststationen für Covid-19 an drei Modellstandorten

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Thümler: „Ein großer Schritt für die Bekämpfung des Virus“.

Ein hannoversches Forschungs- und Entwicklungskonsortium unter Koordination der Leibniz Universität Hannover (LUH) hat für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Kliniken und systemrelevanter produzierender und forschender Unternehmen ein neues Konzept für Corona-Teststationen entwickelt. An den Standorten Hannover, Wolfsburg/Braunschweig und Göttingen sollen Testeinrichtungen entstehen, die mit einem neuen Ansatz arbeiten. Ziel ist es, Belegschaften schnell, zuverlässig und effizient auf eine Infektion mit Corona-Sars-CoV-2- zu untersuchen. Der Projektname MCA steht für Mobile Corona-Analytik. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt den Ansatz. Die mobilen Systeme sollen mittelfristig für ganz Niedersachsen und auch in anderen Bundesländern als Modellsysteme zur Verfügung stehen.

„Die neue Testmethode bringt die Bekämpfung des Coronavirus einen großen Schritt weiter“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Wenn wir es schaffen, viele Menschen in kurzer Zeit zu testen, vermeiden wir lange Quarantänezeiten. Diejenigen, die sich nicht angesteckt haben, sind schnell wieder einsatzfähig, ohne Angst haben zu müssen, Schwächere anzustecken. Das Entwicklungsteam des neuen Konzepts belegt eindrucksvoll – Niedersachsens Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten Hand in Hand für die Menschen in unserem Land.“

Das Entwicklungsteam des neuen Testkonzepts besteht aus Forscherinnen und Forschern des Niedersächsischen Zentrums für Biomedizintechnik, Implantat-Forschung und -Entwicklung (NIFE), einem Zusammenschluss von MHH und LUH, Ärzten, Virologen und  Labordiagnostikern aus Hannover sowie Chemikern, Biologen, Ärzten, Biochemikern, Physikern und Innovationsforschern der LUH und Fachleuten für Journalistik und Kommunikation der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH).

Das Konzept ermöglicht es, die Anzahl verfügbarer Testsysteme und Teststationen deutlich zu erhöhen. Die Testsysteme können direkt vor Ort hergestellt werden, die Ausstattung von Life-Science-Laboren der Universitäten kann hinzugezogen werden. Ein hoher Automatisierungsgrad (Robotik und Digitalisierung) und neu entwickelte Softwaresysteme verkürzen die Zeiten von der Probennahme bis zum Erhalt des Diagnoseergebnisses (Labor, Logistik, Information und Datenmanagement) erheblich.

Der neuartige Diagnoseverlauf liefert Probanden binnen sechs bis acht Stunden ein sicheres Ergebnis. Ein weiteres Plus: Das Verfahren macht es möglich, unterschiedliche Influenza-Viren gleichzeitig mit zu testen. So könnten zum Herbst, wenn eine neue Influenza-Welle kommt, Patientengruppen eindeutig zugeordnet und das Risiko-Management verbessert werden.

„Wir alle stehen in der Corona-Krise vor immensen Herausforderungen. Ich bin stolz darauf, dass auch die Wissenschaft ihren Beitrag leistet und dass sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover in diesen schwierigen Zeiten hochengagiert einsetzen, um das Virus zu bekämpfen. Ihnen gebührt unsere Anerkennung und unser Dank“, erklärt Prof. Dr. Volker Epping, Präsident der Leibniz Universität Hannover.

„MHH und LUH entwickeln gemeinsam eine Plattform zur Kontrolle und Analyse der Corona SARS-CoV-2 Pandemie. Dabei können die jeweiligen Stärken der Partner auf den Gebieten der Infektionsforschung, der Chemie, der Robotik und der Kommunikationswissenschaften genutzt werden.“ sagte Professor Michael Manns, Präsident der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).  

„Dieser große Ansatz ist nur dank des außergewöhnlichen Engagements unserer Mannschaft umsetzbar; was wir in den vergangenen Wochen hier miteinander erlebt haben, macht uns zuversichtlich, dass wir noch viele weitere Hürden gemeinsam nehmen werden. Das Projekt zeigt, dass wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler uns in diesen Zeiten besonders aufgerufen fühlen, mit den Menschen ganz direkt die Ergebnisse unserer Arbeit teilen zu können: Unsere Art, der Krise zu begegnen“, erklären Prof. Dr. Stefanie Heiden und Prof. Dr. Thomas Scheper von der LUH stellvertretend für alle Projektverantwortlichen.

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