Nachbericht des BVO zum Bürgerabend am 22. Oktober

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Foto: axl

Am 22. Oktober fand der Bürgerabend des bvo mit eingeladenen Politikern des Stadtrates Oldenburg statt. Der Bürgerabend war sehr gut besucht, das zeugt von der Wichtigkeit, die Politik zu Fragen aus dem Stadtteil zu hören.

Bodo Gerdes konnte an diesem Abend Margrit Conty (SPD), Manfred Klöpper, (Die Linke), Prof. Dr. Dr. Zielke (FDP), Sebastian Beer (Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Menke (CDU), Hermann Diercks (AGM), Hilbert Schoe (HUGO e.V.), von der Presse Lars Ruhsam (NWZ) und Axel Berger (HUGOJournal) begrüßen.

Zunächst gab Bodo Gerdes einen kurzen Rückblick aus der Vorstandsarbeit. Er konnte auch wieder neue Mitglieder begrüßen. Wie schon in den letzten Wochen war wieder einmal das Bahnthema der Schwerpunkt, damit verbunden die Verkehrssituation in Ofenerdiek. Der bvo hatte im September eine Umfrage gestartet, in der er die Bürgerinnen und Bürger in Ofenerdiek und Alexandersfeld aufgerufen hatte, ihre Meinung mitzuteilen, ob in Ofenerdiek der Bahnübergang am Stadtrand durch eine Unterführung ersetzt werden sollte. Eine ähnliche Abfrage war bereits im Jahr 2012 durchgeführt worden. Diese neuerliche Befragung diente dem bvo dazu, zu erfahren, ob die Bewohner in Ofenerdiek und Alexandersfeld weiterhin die Bemühungen des bvo unterstützen, damit sich der Vorstand des bvo weiter für die mögliche Unterführung einsetzen sollte.

Das Ergebnis war eindeutig. 85 Prozent der teilgenommenen Bewohner haben sich für eine Untertunnelung – wie sie auch immer aussehen mag – entschieden. Nur 15 Prozent haben für die sogenannte „0+“-Variante votiert. Diese Variante sieht eine geänderte Verkehrsführung mit der entsprechenden Ampelschaltung im Bereich des Bahnübergangs Am Stadtrand/Ofenerdieker Straße/Bardieksweg vor. Da allerdings die Stadt vor dem Bundesverwaltungsgericht eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschlusses (PFA 1) des Eisenbahnbundesamtes (EBA) eingereicht hat und dieses Verfahren auch gleichzeitig mit einem Eilantrag versehen ist, muss zunächst das BVwG entscheiden. Dies könne allerdings einige Zeit in Anspruch nehmen, und somit wird es allerdings noch dauern, bis sich etwas bewegt.

Wieder ein Dauerthema ist der Ausbauzustand des Bardieksweges. Die Straßendecke ist in einem fürchterlichen Zustand, tiefe Schlaglöcher sind auf der gesamten Fahrbahnbreite und -länge vorhanden. Das Unfallrisiko, insbesondere für Radfahrer, ist enorm hoch. Immer wieder wird der Ausbau verschoben, weil auf die Entscheidung über den Bahnausbau gewartet wird. Wie es weitergeht, kann nicht konkret gesagt werden. Allerdings hat Margrit Conty einen kleinen Lichtschimmer verlauten lassen. Im Jahr 2021/2022 könnte Bewegung in die Sache kommen.

Ebenso ein großes Anliegen ist den Bürgerinnen und Bürgern die Verkehrsituation an der Alexanderstraße/Am Alexanderhaus. Die Stadt möchte hier eine Vollampelanlage errichten, wenn die Entlastungsstraße über den Fliegerhorst in Richtung Wechloy gebaut wird. Nach Ansicht vieler Bürger/ innen wäre hier ein Kreisverkehr eher angebracht. Dies lehnt die Verwaltung allerdings an dieser Stelle kategorisch ab. Sie will einen Kreisverkehr auf dem Gelände des Fliegerhorstes bauen. Wieder werden von der Politik Einwände in der Form gemacht, dass eine endgültige Planung erst nach Vorliegen der Baumaßnahme für die Straße erfolgt. Auch an diesem Thema ist zu erkennen, dass die Verwaltung ihre Vorgaben unbedingt durchsetzen möchte. Vielleicht könnten hier bauliche Einschränkungen eine Rolle spielen.

Des Weiteren waren an diesem Abend der Müll und Vandalismus am Swarte-Moor-See ein Thema. Zunächst stößt sehr negativ auf, dass auf dem Gelände der ehemaligen Neuapostolischen Kirche die Gebäude abgerissen sind und der angefallene Müll nicht geräumt wird. Auch kommt zwischenzeitlich neuer Unrat auf das Gelände. Wenn dann auch noch auf der Verpackung zu lesen ist, dass in den Abfallsäcken asbesthaltiges Material abgelagert wird, haben die Anwohner natürlich Angst vor einer Verpestung der Luft. Allerdings soll nach Meinung der Stadt in den Säcken kein asbesthaltiger Müll vorhanden sein. Doch kann die Stadt kaum einschreiten, es sei denn, es geht von dem Abfall eine Gefahr für die Bürger aus.

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Die Vermüllung und der Vandalismus am Swarte-Moor See ist ebenfalls ein großes Thema. Der neugeschaffene Stadttteilpark wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen. Leider ist immer wieder zu beobachten, dass Jugendliche – insbesondere an den Wochenenden – diesen Bereich stark vermüllen und die aufgestellten Schilder und Geräte verwüsten. Vom bvo wurde ein Arbeitskreis gebildet, an dem sich die Politik, Verwaltung, Polizei, Freizeitstätte und Streetworker beteiligen, um nach Lösungen für das Problem zu suchen.

Der Workshop von 2017, der die Entwicklung des Stadtteils zum Thema hatte, ist noch nicht mit einem Ergebnis seitens der Verwaltung veröffentlicht worden. Es besteht die Vermutung und Hoffnung, dass im ersten Quartal 2020 ein Ergebnis vorliegt und publiziert wird. Na ja, was lange währt, wird vielleicht auch gut!

Zu guter Letzt wurde von Margrit Conty eine erfreuliche Mitteilung gemacht. Die Verbindung vom Elritzenweg zum Querweg wird im nächsten Jahr hergestellt. Die Gelder sind im Haushalt eingestellt. Hier haben sich die Bemühungen des bvo zur Freude aller gelohnt.

Ergebnis dieses Abends: Die Politik hat zwar vielfältige Möglichkeiten der Einflussnahme, allerdings sind diese der Öffentlichkeit nicht immer nachvollziehbar. Es sollte vielleicht doch einmal mehr der Bürgerwille berücksichtigt werden. Auch wenn dies bedeutet, dass mehr Druck auf die Entscheidungsträger bei der Verwaltung ausgeübt werden muss.

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