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Nachhaltig Essen gehen im Ammerland

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Foto: Joachim Mittelstaedt

JM. JM. Slow Food ist eine weltweite Vereinigung, die sich für eine genussreiche, gesunde Ernährung und den Erhalt regionaler Produktion und Vermarktung einsetzt. Dabei engagiert sich die Organisation für nachhaltige, artgerechte und faire Produktions- und Vermarktungsbedingungen.

Viele Mitglieder des Oldenburger Slow Food Conviviums leben im Ammerland. Kein Wunder, dass sich dort schon vor über 10 Jahren eine Untergruppe gründete, die sich mit den Restaurants in der Umgebung beschäftigte. Otto Hempen und Claas Krüger waren die ersten Organisatoren. Ihr Ziel: einmal im Monat wollte man sich in einem Ammerländer Restaurant treffen, um in einem kleinen Kreis einen kulinarisch nachhaltigen Abend zu verbringen. Nach dem Motto von Slow Food sollte das jeweilige Menü eine „gute, saubere und faire“ Grundlage haben. Es ging und geht bis heute um Regionalität und Saisonalität. Spargel im November oder Erdbeeren im Februar wird man bei diesen Mahlzeiten nicht finden. Und auch von weit entfernten Erzeugern landen eher selten Produkte auf dem Teller. Denn die Region bietet fast alles, was man gerne zu sich nimmt. Da gibt es Rinderzüchter genauso wie Produzenten, die Gänse mästen oder Gemüsegärtnereien, die rund ums Jahr die Produkte der Saison als Lieferanten für die Gastronomie oder auch auf den Wochenmärkten in der Region anbieten. Inzwischen haben Gert-Peter Bröhl und Jan-Gerd Deetjen die Organisation der Ammerländer–Esstermine übernommen. Regionale Tradition ist den beiden wichtig. „Bei manchen Betrieben wissen wir vorher nicht, was uns im Einzelnen erwartet“, erklärt Bröhl im Gespräch mit dem BZJ. Man erkundige sich im Vorfeld bei den Köchen der Restaurants. Meist entstehe so die Idee für das Menü beim nächsten Treffen der Gruppe. Oder es werden Tipps aus dem Slow Food Fundus vermittelt. Denn nicht jeder Koch oder Gastronom kennt alle der vielen Lieferanten aus der Umgebung. Für Bröhl und Deetjen ist dabei klar: durch die Besuche und die etlichen Gespräche hat sich bei zahlreichen Gastronomen und Küchenchefs der Gedanke der Nachhaltigkeit in ihrem Beruf entwickelt und verfestigt. Eine gute Entwicklung, hat doch Regionalität auch eine große ökologische Bedeutung. Was aus der Nähe kommt, muss nicht lange transportiert werden. Und frischer ist es allemal.

Kein Wunder, dass es inzwischen auch einige Restaurants in den Genussführer von Slow Food Deutschland geschafft haben. Die „Eisenhütte“ in Augustfehn und der „Spieker“ in Bad Zwischenahn gehören dazu. Und so werden die Leute von „Essen gehen im Ammerland“ sich auch in Zukunft gerne und regelmäßig treffen. Denn das Ammerland hat regional und kulinarisch einiges zu bieten.

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