Neues Digitalisierungszentrum und Erweiterungsbau

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Foto: F. Proschek (Landesbibliothek)

Wissenschaftsminister Thümler setzt Meilensteine für den Ausbau der Landesbibliothek Oldenburg.

Am 2. Juni 2022 eröffnete Wissenschaftsminister Björn Thümler das neue Digitalisierungszentrum der Landesbibliothek Oldenburg. Um für die Digitalisierung Räume zu schaffen, war die Dachterrasse auf dem jetzigen Magazingebäude in den letzten Monaten überbaut worden. Zudem erhält die Bibliothek vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur einen neuen Scanner für die Zeitungsdigitalisierung. Das Digitalisierungszentrum ist gleichzeitig der erste Meilenstein für den weiteren Ausbau der Landesbibliothek Oldenburg in den kommenden Jahren. Das Land will bis 2027 für einen großen Erweiterungsbau rund 21 Mio. Euro investieren, denn es fehlen der Landesbibliothek dringend Flächen für Büchermagazine und Werkstätten. Im Neubau soll auch der wertvolle Altbestand besser untergebracht und gesichert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz informierten Minister Björn Thümler, Bibliotheksleiterin Corinna Roeder und Florian Steinhoff vom Staatlichen Baumanagement Region Nord-West über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den Erweiterungsbau.

Digitalisierung des schriftlichen Kulturguts auf der einen Seite, Restaurierung und Archivierung der handschriftlichen und gedruckten Bücher im Original auf der anderen Seite – dies sind heute zentrale Aufgaben der niedersächsischen Landesbibliotheken. „Für die Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben und die strategische Verzahnung von Digitalisierung, Archivierung und Bestandserhaltung benötigt die Landesbibliothek Oldenburg eine zukunftsfähige räumliche und technische Infrastruktur“, so Minister Thümler. „Das neue Digitalisierungszentrum ist dabei ein wichtiger Baustein für die geplante Erweiterung der Landesbibliothek.“

„Mit den neuen Räumen und dem Hochleistungsscanner für die Zeitungsdigitalisierung bekommt die Landesbibliothek Rückenwind für die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie und gute Chancen, um neue Drittmittelprojekte einzuwerben“, freute sich Direktorin Corinna Roeder. Durch den Dachausbau würden zudem Räume im Bestandsgebäude frei, die für eine Übergangsphase als zusätzliche Magazinflächen genutzt werden könnten, erläuterte Roeder. 

„Im Material der Fassade und bei den Fenstern haben wir Elemente des Bestandsgebäudes aufgegriffen und zeitgemäß interpretiert“, erläutert Gerke Locher von BraunLocher Architekten die äußere Gestaltung des Dachausbaus. Im Inneren stehe die Funktionalität im Vordergrund. Dabei sei auch bereits der künftige Anschluss des Digitalisierungszentrums an den geplanten Neubau vorgesehen worden, so Locher.

Bis zum Jahr 2027 wird auf dem Gelände hinter der Landesbibliothek, direkt im Anschluss an das bestehende Magazin ein zweites großes Büchermagazin mit Werkstätten für die Bestandserhaltung fertiggestellt werden. Der Niedersächsische Landtag hat diese große Baumaßnahme auf Antrag des MWK in den Haushalt 2022/2023 eingestellt und in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen. Der Erweiterungsbau wird nach dem Ergebnis der baufachlichen Beratung durch das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) eine Nettonutzfläche von rund 2.200 m² aufweisen (ca. 3.000 m² Grundfläche insgesamt) und etwa 21 Mio. Euro kosten. Die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau sind beim Staatlichen Baumanagement Region Nord-West bereits in vollem Gange. „Die ersten Projektphasen sind sehr zügig umgesetzt worden“, berichtete Florina Steinhoff (stellv. Regionsleitung des SB RNW). „Derzeit läuft das Vergabeverfahren für Architekten und Fachplaner, das in diesem Sommer abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, die Haushaltsunterlage-Bau bis Ende 2023 fertig zu stellen und noch 2024 mit den Bauarbeiten zu beginnen“, so Steinhoff.   

„Der Erweiterungsbau ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Landesbibliothek“, betonte Roeder. „Wir sind Herrn Minister Thümler und allen, die sich dafür engagiert haben, zutiefst dankbar!“ Die Landesbibliothek kämpft bereits seit Jahren für einen Erweiterungsbau, denn die letzten Raumreserven sind fast erschöpft. Das Bibliotheksgebäude am Pferdemarkt, das 1987 umgebaut und für 570.000 Bände ausgelegt wurde, beherbergt aktuell schon über 740.000 gedruckte Medien. In einem Außenmagazin sind weitere 78.000 Bände untergebracht. Durch den jährlichen Zugang an neuer Literatur fehlen bis 2047 Magazinflächen für 335.000 Bände. Die im Keller liegende Buchbinderei verfügt über keine ausreichenden Räumlichkeiten. Bis Mai 2022 war auch die Digitalisierungswerksatt provisorisch in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht.

In dem neuen Magazinbau kann der wertvolle Altbestand der Landesbibliothek (rund 142.000 Bände) erstmals klimatisiert und unter modernen Brandschutzbedingungen untergebracht werden. Zukünftig erhält die Landesbibliothek neben der Buchbinderei auch Räume für eine Restaurierungswerksatt. Der Neubau bietet außerdem Platz für die Archivierung des Neuzugangs an Büchern für die nächsten drei Jahrzehnte. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus können das Außenmagazin aufgelöst und die Kosten für Miete und Bewirtschaftung eingespart werden.

Um für die Digitalisierung Räume zu schaffen, war die Dachterrasse auf dem jetzigen Magazingebäude in den letzten Monaten überbaut worden. Zudem erhält die Bibliothek vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur einen neuen Scanner für die Zeitungsdigitalisierung. Das Digitalisierungszentrum ist gleichzeitig der erste Meilenstein für den weiteren Ausbau der Landesbibliothek Oldenburg in den kommenden Jahren. Das Land will bis 2027 für einen großen Erweiterungsbau rund 21 Mio. Euro investieren, denn es fehlen der Landesbibliothek dringend Flächen für Büchermagazine und Werkstätten. Im Neubau soll auch der wertvolle Altbestand besser untergebracht und gesichert werden. Im Rahmen der Pressekonferenz informierten Minister Björn Thümler, Bibliotheksleiterin Corinna Roeder und Florian Steinhoff vom Staatlichen Baumanagement Region Nord-West über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Vorbereitungen für den Erweiterungsbau.

Digitalisierung des schriftlichen Kulturguts auf der einen Seite, Restaurierung und Archivierung der handschriftlichen und gedruckten Bücher im Original auf der anderen Seite – dies sind heute zentrale Aufgaben der niedersächsischen Landesbibliotheken. „Für die Erfüllung dieser wichtigen Aufgaben und die strategische Verzahnung von Digitalisierung, Archivierung und Bestandserhaltung benötigt die Landesbibliothek Oldenburg eine zukunftsfähige räumliche und technische Infrastruktur“, so Minister Thümler. „Das neue Digitalisierungszentrum ist dabei ein wichtiger Baustein für die geplante Erweiterung der Landesbibliothek.“

„Mit den neuen Räumen und dem Hochleistungsscanner für die Zeitungsdigitalisierung bekommt die Landesbibliothek Rückenwind für die Fortsetzung ihrer erfolgreichen Digitalisierungsstrategie und gute Chancen, um neue Drittmittelprojekte einzuwerben“, freute sich Direktorin Corinna Roeder. Durch den Dachausbau würden zudem Räume im Bestandsgebäude frei, die für eine Übergangsphase als zusätzliche Magazinflächen genutzt werden könnten, erläuterte Roeder. 

„Im Material der Fassade und bei den Fenstern haben wir Elemente des Bestandsgebäudes aufgegriffen und zeitgemäß interpretiert“, erläutert Gerke Locher von BraunLocher Architekten die äußere Gestaltung des Dachausbaus. Im Inneren stehe die Funktionalität im Vordergrund. Dabei sei auch bereits der künftige Anschluss des Digitalisierungszentrums an den geplanten Neubau vorgesehen worden, so Locher.

Bis zum Jahr 2027 wird auf dem Gelände hinter der Landesbibliothek, direkt im Anschluss an das bestehende Magazin ein zweites großes Büchermagazin mit Werkstätten für die Bestandserhaltung fertiggestellt werden. Der Niedersächsische Landtag hat diese große Baumaßnahme auf Antrag des MWK in den Haushalt 2022/2023 eingestellt und in die mittelfristige Finanzplanung des Landes aufgenommen. Der Erweiterungsbau wird nach dem Ergebnis der baufachlichen Beratung durch das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) eine Nettonutzfläche von rund 2.200 m² aufweisen (ca. 3.000 m² Grundfläche insgesamt) und etwa 21 Mio. Euro kosten. Die Vorbereitungen für den Erweiterungsbau sind beim Staatlichen Baumanagement Region Nord-West bereits in vollem Gange. „Die ersten Projektphasen sind sehr zügig umgesetzt worden“, berichtete Florina Steinhoff (stellv. Regionsleitung des SB RNW). „Derzeit läuft das Vergabeverfahren für Architekten und Fachplaner, das in diesem Sommer abgeschlossen sein soll. Ziel ist es, die Haushaltsunterlage-Bau bis Ende 2023 fertig zu stellen und noch 2024 mit den Bauarbeiten zu beginnen“, so Steinhoff.   

„Der Erweiterungsbau ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Landesbibliothek“, betonte Roeder. „Wir sind Herrn Minister Thümler und allen, die sich dafür engagiert haben, zutiefst dankbar!“ Die Landesbibliothek kämpft bereits seit Jahren für einen Erweiterungsbau, denn die letzten Raumreserven sind fast erschöpft. Das Bibliotheksgebäude am Pferdemarkt, das 1987 umgebaut und für 570.000 Bände ausgelegt wurde, beherbergt aktuell schon über 740.000 gedruckte Medien. In einem Außenmagazin sind weitere 78.000 Bände untergebracht. Durch den jährlichen Zugang an neuer Literatur fehlen bis 2047 Magazinflächen für 335.000 Bände. Die im Keller liegende Buchbinderei verfügt über keine ausreichenden Räumlichkeiten. Bis Mai 2022 war auch die Digitalisierungswerksatt provisorisch in der ehemaligen Hausmeisterwohnung untergebracht.

In dem neuen Magazinbau kann der wertvolle Altbestand der Landesbibliothek (rund 142.000 Bände) erstmals klimatisiert und unter modernen Brandschutzbedingungen untergebracht werden. Zukünftig erhält die Landesbibliothek neben der Buchbinderei auch Räume für eine Restaurierungswerksatt. Der Neubau bietet außerdem Platz für die Archivierung des Neuzugangs an Büchern für die nächsten drei Jahrzehnte. Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus können das Außenmagazin aufgelöst und die Kosten für Miete und Bewirtschaftung eingespart werden.

Hintergrund:

Die Landesbibliothek Oldenburg versorgt als wissenschaftliche Gebrauchsbibliothek in Kooperation mit den Oldenburger Hochschulbibliotheken die Bevölkerung der Region mit aktueller wissenschaftlicher Literatur in digitaler und gedruckter Form. Als Regionalbibliothek sammelt, erschließt und archiviert sie das Schrifttum über Nordwestniedersachsen. Außerdem erhält, erforscht und digitalisiert die Landesbibliothek Oldenburg ihre umfangreichen historischen Buchbestände, Handschriften und Sondersammlungen. Sie ist die viertgrößte Altbestandbibliothek in Niedersachsen. Aktuell verfügt die Landesbibliothek Oldenburg insgesamt über einen Bestand von 958.000 Medien, davon über 818.000 Druckschriften. Im Jahr 2021 wurden 409.000 Ausleihvorgänge registriert.

Bereits seit 2009 hat die Landesbibliothek Oldenburg mit Unterstützung des MWK schrittweise eine technische Infrastruktur für die Digitalisierung von schriftlichem Kulturgut wie Handschriften, alten Büchern, historischen Karten, Zeitschriften und Zeitungen aufgebaut. Mittlerweile sind in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek unter der Adresse https://digital.lb-oldenburg.de über 1 Mio. digitalisierte Seiten kostenlos weltweit zugänglich.

Internetseite der Landesbibliothek Oldenburg: www.lb-oldenburg.de

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