Playoff-Auftakt: Wer bricht den Rhythmus?

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Ulm mit neun BBL-Siegen in Serie – Beste Offensivteams im Duell

Die emotionalste Phase der Saison beginnt mit dem Start in die Playoffs für die EWE Baskets Oldenburg am Donnerstag (20.30 Uhr). Gegen ratiopharm ulm kommt es bereits zum vierten Playoff-Duell in den vergangenen neun Jahren.

Dabei dürften in der easyCredt BBL selten zwei Teams aufeinandergetroffen sein, die in der Hauptrunde in dieser Weise offensiv dominiert haben. Gemeinsam legten die Mannschaften 181 Punkte im Schnitt auf, die EWE Baskets Oldenburg stellten dabei mit 92,6 Punkten die beste Offensive, Ulm (88,4) lag nur knapp zurück. Dabei legten beide Teams mit 50 Prozent Feldquote, 40 Prozent Dreierquote und 80 Prozent Freiwurfquote Statistiken auf, die zuvor nur sechs Mannschaften in der BBL-Geschichte erreichten.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Distanzwurf, den die Ulmer mit einer BBL-Rekordquote (43,1 Prozent) verwandelten, während die EWE Baskets als erste Mannschaft überhaupt mehr als 400 Distanzwürfe verwandelten. Während dabei mit Keith Hornsby (51,9 Prozent) und Andreas Obst (50,9 Prozent) die besten Schützen der BBL herausstechen, verfügen beide Teams über herausragende Werfer auf nahezu allen Positionen.

Zur entscheidenden Frage könnte angesichts der Offensivpower aber vor allem werden, wer den Offensivrhythmus des Gegners über längere Phasen der Partien brechen kann. Ulm stellt dabei mit 77,9 Punkten im Schnitt die zweitbeste Defensive der BBL, drückt dabei die Wurfquote der Gegner auf 46,5 Prozent und erzwingt 14,9 Ballverluste. Doch auch die EWE Baskets können defensive Akzente setzen, sichern sich 7,5 Steals pro Begegnung und sind eines der besten Teams im defensiven Rebound. Zwei wichtige Bausteine, aus der die Oldenburger Tempo in ihr Offensivspiel bringen.

Gegen Ulm wird die Mannschaft von Head Coach Mladen Drijencic dabei sicher nah am eigenen Limit agieren müssen, schließlich wartet die formstärkste Mannschaft. Die Gäste gewannen vor der Niederlage im Pokal-Halbfinale nach zweimaliger Verlängerung gegen München neun BBL-Spiele in Serie, erzielten dabei 94,4 Punkte im Schnitt.

In die Rolle des wichtigsten Akteurs hat sich dabei im Saisonverlauf immer stärker Troy Caupain gespielt, der 14 Punkte und 4,3 Assists im Schnitt auflegt, diese Ausbeute in den letzten neun Partien auf 18,9 Punkte, 5,6 Rebounds und 5,4 Assists steigerte und dabei 64,1 Prozent der Würfe verwandelte. Angesichts drohender Ausfälle von Thomas Klepeisz und Per Günther wird viel Verantwortung auf den Spielmacher zukommen.

Neben Caupain  sind es vor allem Dylan Osetkowski und Andreas Obst, die zentrale Rollen in der Ulmer Offensive einnehmen. Osetkowski kommt auf 13,7 Punkte und 5,6 Rebounds pro Partie, Andreas Obst erzielt 13,4 Punkte pro Partie, verwandelt dabei 50,9 Prozent der Dreier. Zudem übernahm der nachverpflichtete Cameron Clark (11,3 Punkte) deutlich größere Verantwortung.

Anders als im Hauptrundenspiel im April, als die Oldenburger im Spielverlauf ihre Ballbewegung und Struktur verloren, wollen die EWE Baskets wieder zu ihrem herausragenden Offensivbasketball finden, um die beiden Heimspiele zu gewinnen und mit einer starken Ausgangsposition nach Ulm zu fahren.

Stimme zum Spiel:

Mladen Drijencic (Head Coach EWE Baskets Oldenburg): „Wir freuen uns auf den Start in die Playoffs. Es ist wichtig, dass wir das offensive Spiel auf beiden Seiten kontrollieren. Unser Rhythmus in der Offensive ist abhängig von unserer Defensive. Ulm zeichnet eine große Variabilität in der Offensive aus: Caupain und Clark forcieren das Spiel zum Korb, man muss Osetkowski kontrollieren und dazu gibt es die starken Schützen. Gleichzeitig haben wir diese Mischung aus Qualität am Korb und aus der Distanz ebenfalls. Wer den eigenen Rhythmus besser hält, wird das Spiel gewinnen.

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