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Schule.Spiel.Theater: ,Zutritt gesucht!?‘

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Theatervermittlungsprojekt am Oldenburgischen Staatstheater zu Kafkas ,Das Schloss‘ feiert am 23.01. Premiere im Kleinen Haus

Im Rahmen der Reihe Schule.Spiel.Theater proben seit September 2021 über 30 Schüler:innen der Sprachlernklasse der BBS Haarentor, der BBS Wechloy und der Berufseinstiegsklasse Farb- und Holztechnik BZTG aus neun verschiedenen Ländern – Irak, Syrien, Eritrea, Gambia, Kasachstan, Moldawien, Türkei, Serbien und Deutschland – einmal wöchentlich für ein gemeinsames Theaterstück, das an diesem Sonntag Premiere im Kleinen Haus des Staatstheaters feiert. Es basiert auf dem 100-jährigen Stoff ,Das Schloss‘ von Franz Kafka.

Durch die gemeinsame Arbeit unter der Regie der Theaterpädagoginnen Hanna Puka und Lina Joost-Krüger entstand aus vielen einzelnen Schüler:innen eine Gruppe, die sich mit dem Text-Fragment auseinandergesetzt hat, um daraus etwas zu kreieren, das mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Entstanden ist eine szenische Collage mit geteilten Träumen, Albträumen und Fragen junger Menschen. Und das mitten in der Pandemie.

Das Projekt war stets begleitet von dynamischen Hygienekonzepten, von Masken, Schnelltests, Abständen und Impfnachweisen. Keine einfachen Bedingungen für ein Vorhaben, das es darauf abgesehen hat, Nähe herzustellen und Mauern zu überwinden. Zwischen Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen und Erfahrungen, zwischen sehr vielen Sprachen, zwischen der Institution Schule und der Institution Theater, zwischen Franz Kafkas Verwirrungen 1922 und denen eines Schulalltags heute, zwischen einem sperrigen Text und der Sprache, in der man sich zu Hause fühlt. Die Beteiligten haben diese Herausforderung angenommen und stehen in diesem Projekt das erste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne:

Khairi sagt:„Ich finde das Theaterprojekt ganz toll, weil wir jedes Mal was Neues lernen, und weil ich neue Leute kennen gelernt habe. Besonders freue ich mich natürlich auf die Aufführungen.“

Fadhil: „Im Theater lernt man Deutsch. Wir haben immer viel Spaß gehabt. Es ist richtig gut.“

Katharina: „Es war ein bisschen stressig, aber gut. Am besten finde ich das Texte lernen. Ich mag die Spiele.“

Schauplatz des im Jahre 1922 entstandenen unvollendeten Romans ,Das Schloss‘ von Franz Kafka ist ein Dorf, das zu Füßen eines Schlosses liegt und von dort aus beherrscht wird. Im Mittelpunkt der nur sechs Tage umfassenden Handlung steht ein Fremder namens K. Er folgt einer angeblichen Einladung aus dem Schloss und ist von weither angereist, um als Landvermesser zu arbeiten, doch alle Versuche, mit der Schlossbehörde in Kontakt zu kommen, scheitern. Wie geht K. damit um? Wie reagiert er? Und wie verhält er sich zu den anderen Dorfbewohnern? Scheitert er am System des Schlosses oder erhält er im letzten Augenblick doch noch das ersehnte Aufenthaltsrecht im Dorf? Aber will er das überhaupt? 

Die Premiere ist bereits ausverkauft, am 24. und 25.01. findet jeweils um 11 Uhr eine Schulvorstellung statt.

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