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Stadt schafft mehr Raum und Komfort für Fahrräder

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Neue Abstellanlagen in der Innenstadt – Acht Projekte in 2021 geplant – 220 zusätzliche Plätze

Die Stadt Oldenburg bringt den Ausbau der Fahrradinfrastruktur voran: Ab 2021 soll das Angebot an Abstellanlagen für Fahrräder und Lastenräder in der Innenstadt deutlich erweitert werden. Im nächsten Jahr sind zunächst acht Projekte geplant, wobei bereits bestehende Anlagen aufgewertet und erweitert werden, aber auch neue Standorte entstehen sollen. Vorgesehen ist, rund 220 zusätzliche Stellplätze zu schaffen. Dafür haben in dieser Woche sowohl der Verkehrsausschuss als auch der Verwaltungsausschuss grünes Licht gegeben. „Das Fahrrad ist in Oldenburg ein sehr wichtiger Grundpfeiler unserer Alltagsmobilität. Wir wollen die Rahmenbedingungen attraktiver machen und das Angebot qualitativ verbessern. Wir haben dazu ein umfangreiches Programm aufgelegt“, erläutert Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Wo es sich nicht vermeiden lässt, werden dabei auch einige, wenige Kfz-Stellplätze zu Fahrradabstellanlagen umgewandelt. „Das geschieht mit Augenmaß und nicht mit der Brechstange“, versichert Verkehrsdezernent Dr. Sven Uhrhan. „Die Umnutzung ist auf ein notwendiges Maß beschränkt“, ergänzt Annette Meyers, Leiterin des Amtes für Verkehr und Straßenbau. Wenn Behindertenparkplätze oder Taxi- und Carsharing-Plätze betroffen sind, werden sie im Nahbereich verlagert. Nach Möglichkeit soll ein Zusatznutzen geschaffen werden, etwa durch Baumpflanzungen, Umgestaltung von Flächen und Schaffung von zusätzlichen Sitzgelegenheiten. Auch geht es darum, das „wilde Parken“ von Fahrrädern in der Innenstadt zu beordnen.

Insgesamt hat die Verwaltung bei einer Bestandsaufnahme der Radabstellanlagen rund um die Innenstadt 15 Standorte für eine Erweiterung um bis zu 500 Stellplätze ausgemacht. Für mehr Komfort sollen Witterungsschutz und das Angebot von einfachen Serviceleistungen sowie die Schaffung von Gepäckfächern und E-Lademöglichkeiten sorgen.

Im Rad- und Fußverkehrsprogramm 2021 stehen dafür Mittel in Höhe von rund 200.000 Euro zur Verfügung. Die Umsetzung soll im neuen Jahr an diesen acht Standorten beginnen:
•    Pferdemarkt West/Kulturhalle: Aufbau einer neuen Abstellanlage mit 25
Anlehnbügeln für 50 Fahrräder;
•    Pferdemarkt Kiosk/Wochenmarkt: Aufbau von etwa 40 Anlehnbügeln für
80 Fahrräder mit Überdachung;
•    91er Straße/Eisenbahnbrücke: Aufbau einer neuen Abstellanlage mit
acht Anlehnbügeln (16 Fahrräder) mit Schließfächern und E-
Lademöglichkeit;
•    Friedensplatz: Im 1. Bauabschnitt Erweiterung der bestehenden Anlage
um circa 25 Anlehnbügel (50 Fahrräder).
•    Brücke Osterstraße/Elisenstraße: Ersatz der bestehenden Fahrradständer
durch circa 30 Anlehnbügel (60 Fahrräder);
•    Stautor/zwischen Staustraße und Staugraben auf der Haarenbrücke:
Erweiterung um 15 Anlehnbügel (30 Fahrräder) und Schaffung von
Schließfächern;
•    Theaterwall/Roonstraße: Erweiterung um acht Anlehnbügel (16
Fahrräder), Schaffung von Schließfächern mit E-Lademöglichkeit,
eventuell Überdachung;
•    Schloßplatz/Schlosshöfe: Aufbau von etwa 30 teilweise demontierbaren
Anlehnbügeln (60 Fahrräder).

Erste konkrete Maßnahmen sollen im ersten Quartal 2021 sichtbar werden, blickt Dr. Norbert Korallus, Leiter des Fachdienstes Verkehrsplanung, voraus. Die Umsetzung startet voraussichtlich mit den Projekten am Pferdemarkt. Die weiteren Standorte bedürfen der Vorplanung. Derzeit gibt es in der Innenstadt einen Bestand von rund 1.850 Fahrradstellplätzen. Zudem stehen mehr als 4.000 öffentlich nutzbare Kfz-Parkplätze zur Verfügung.

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