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Steuertipp von Heiko Brandhorst – Wie teuer wird es, wenn Sie die Abgabefrist verpassen?

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Foto: Lichtblick Fotostudio

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Zumindest bei der Abgabe
der Steuerklärung ist ein bisschen Wahres in dem Satz. Denn wenn die
Steuererklärung erst nach dem 31. Juli des Folgejahres beim Finanzamt
landet, kann das teuer werden. Bereits im ersten Monat nach Ablauf der
Frist kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag festsetzen. Bei
der Steuer gibt es einige Fristen zu beachten. Der Verspätungszuschlag
kommt bei der Abgabefrist ins Spiel. Das Finanzamt hat nämlich großes
Interesse daran, Ihre Steuererklärung rechtzeitig – also fristgerecht – zu
erhalten. Sobald Sie verspätet abgeben, kann dieser Zuschlag erhoben
werden. Es handelt sich dabei um ein Druckmittel, das gesetzlich in der
Abgabenordnung festgehalten ist. Verlangen kann ihn das Finanzamt
nur, wenn Sie auch tatsächlich zur Abgabe verpflichtet sind bzw. vom
Finanzamt dazu aufgefordert wurden.
Verpflichtet sind Sie zum Beispiel, wenn Sie auf Ihrer Lohnsteuerkarte
einen Freibetrag eingetragen (ausgenommen Behinderten- und
Hinterbliebenenpauschbetrag) haben oder Sie und Ihr Ehepartner
die Steuerklassen III/V oder IV/IV mit Faktor gewählt haben, Sie
als Arbeitnehmer zum Beispiel Arbeitslosengeld I, Kurzarbeitergeld,
Krankengeld oder Elterngeld bezogen oder wenn Sie neben Ihrem
Arbeitslohn noch weitere Einkünfte bezogen haben. Dazu gehören
beispielsweise Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung,
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Wenn Sie Ihre Steuererklärung freiwillig abgeben, sie aber erst nach
dem 31. Juli beim Finanzamt landet, wird kein Verspätungszuschlag
festgesetzt. Es liegt hierbei in Ihrer persönlichen Verantwortung
und Ihrem eigenen Interesse, die Steuererklärung abzugeben. Für die
freiwillige Abgabe haben Sie vier Jahre Zeit. Für die Höhe des Zuschlags
gelten ab dem Jahr 2019 neue Regeln. Der Verspätungszuschlag beträgt
0,25 Prozent der festgesetzten Steuer (abzüglich Vorauszahlungen und
Anrechnungsbeträge). Der Betrag wird für jeden angefangenen Monat
der Verspätung berechnet. Der Zuschlag wird Ihnen also auch berechnet,
wenn Sie am 1. Tag eines Monats abgeben. Geben Sie z.B. 2 Monate und
10 Tage später als vorgesehen ab, zahlen Sie den Verspätungszuschlag für
3 Monate und mindestens 25 Euro pro angefangenen Monat, unabhängig
davon, ob Sie eine Nachzahlung oder eine Erstattung erwarten. In einigen
Situationen gibt es aber auch Ausnahmen. Das wäre der Fall, wenn Sie
gar nichts dafür konnten, dass Sie die Frist verpasst haben. Oder wenn
die Abgabe Ihrer Erklärung gar nicht nötig wäre, weil Sie sowieso keine
Steuer gezahlt haben. Tipp: Halten Sie sich an die Abgabefrist, und dann
wird auch kein Verspätungszuschlag festgesetzt.

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