Umsetzung Nachhaltigkeitsstrategie

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Der Rat der Stadt Brake (Unterweser) hat am 09.12.2021 eine Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen.

Diese Strategie umfasst drei wesentliche Aufgabenbereiche:Sensibilisierung für die nachhaltige Entwicklung, interne Umsetzung durch Maßnahmen im städtischen Einflussbereich und externe Umsetzung z. B. im Rahmen interkommunaler Kooperation.

Zu diesen Punkten wurden zwischenzeitlich folgende Schritte veranlasst:
Sensibilisierung:
Das in der Strategie erwähnte Nachhaltigkeitsforum wurde erstmalig für den 22.02.2022 einberufen. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen Einrichtungen in Brake (Unterweser), der örtlichen Wirtschaft und der politischen Gremien. Bei dem Treffen handelte es sich um einen sehr positiven Auftakt.

Die Internetadresse www.nachhaltigesbrake.de wurde gesichert. Die Seite soll bis Ende April fertiggestellt werden. Sobald es die aktuelle Infektionslage zulässt, ist eine öffentliche Präsentation der Nachhaltigkeitsstrategie geplant, um die Bevölkerung über das Thema zu informieren.

Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört auch der geplante Fair- und Regionalmarkt am 21.08.2022 an der Kaje sowie die Teilnahme an der fairen Woche im September 2022.

Interne Umsetzung:
Im Rahmen der internen Umsetzung soll auf die Entwicklung der städtischen Einrichtungen Einfluss genommen werden. Die Strategie sieht für jede öffentliche Einrichtung einen eigenen Bericht vor, der von den Einrichtungen mitgestaltet werden soll.

Für die Erarbeitung dieser einrichtungsbezogenen Berichte wurde eine erste Checkliste erarbeitet, die Grundlage für die Gespräche sein soll. Neben den technischen Fragen sind auch Fragen zum Nutzerverhalten Gegenstand dieser Berichterstattung. Außerdem sollen die Einrichtungen auch Fragen wie z. B. die mögliche Umgestaltung von Flächen, z. B. im Rahmen von Entsieglung, prüfen. Die Erarbeitung der einrichtungsbezogenen Berichte soll bis Jahresende 2022 erfolgen. Im Rahmen dieser Berichte sollen auch die Eckpunkte des gemeinsamen Antrages der Fraktionen/Gruppen im Stadtrat „Auf dem Weg zur Klimaneutralität“ behandelt werden. Dieser Antrag wurde im Verwaltungsausschuss am 15.10.2021 behandelt und einstimmig angenommen.

Das geplante Projekt zur Entwicklung der Flächen am Schul-, Sport-, Kultur- und Freizeitzentrum am Philosophenweg dient der Umsetzung der gesetzten Klimaziele.

Bei den geplanten Neubauprojekten der Stadt an der Ladestraße wurden verschiedene Maßnahmen im Hinblick auf Klimaeffizienz berücksichtigt. Die Schule und die Turnhalle haben KfW-55-Standard und verfügen über Wärmepumpen und eine PV-Anlage. Neben der geplanten PV-Anlage sind die Dachflächen so ausgestaltet, dass eine Verdoppelung der zurzeit vorgesehenen Kapazität möglich ist. Auch eine Regenwassernutzung für die beiden Objekte ist vorgesehen.

Des Weiteren werden Gespräche mit der EWE im Hinblick auf die Umsetzung der Vorgaben des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG) in der Ladestraße geführt.

Bei der Planung der neuen KiTa an der Ladestraße sowie dem Mutter-Kind-Zentrum ist jeweils ein KfW-40-Standard vorgesehen.

Externe Umsetzung:
Im Rahmen der externen Umsetzung sind insbesondere Maßnahmen angedacht, die nicht der direkten Entscheidungsfindung durch die Stadt zuzuordnen sind. Hierzu gehört z. B. der interkommunale Dialog, der u. a. in der Fairtraderegion Unterweser geführt wird.

Mit dem Landkreis Wesermarsch wurden inzwischen auch Gespräche zur Umsetzung der Strategie der Stadt geführt. So ist eine Zusammenarbeit beim Projekt „Entwicklung Freibad/Wassermanagement Philosophenweg“ vorgesehen sowie eine Einbeziehung der kreiseigenen Schulen beim Austausch im Nachhaltigkeitsforum. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Klimamanagement des Landkreises ist besprochen worden, z. B. im Rahmen der Mottotour Klimawandel und bei der Organisation des Fair– und Regionalmarktes im August 2022.

Zum interkommunalen Dialog gehören auch Gespräche und der Austausch mit der Stadt Zwiesel. Dieser Dialog soll im April fortgesetzt werden. Auf Landesebene wird der Austausch im Netzwerk nachhaltiger Kommunen in Niedersachsen fortgesetzt.

Faire Kita in Golzwarden
Am 14.09.2021 hat die Kindertagesstätte Wiesenhüpfer in Golzwarden in Abstimmung mit Vertretern der pädagogischen Kräfte und der Eltern beschlossen, sich um die Auszeichnung als Faire Kita zu bewerben. Die Bewerbung wurde im Februar 2022 verschickt. Inzwischen hat die Kindertagesstätte Wiesenhüpfer die Anerkennung als Faire Kita auch erhalten.

Die Stadt Brake (Unterweser) war bestrebt, im Rahmen der Neueröffnung der Kindertagesstätte Wiesenhüpfer einen nachhaltigen und fairen Schwerpunkt zu setzen. Dies soll sowohl die Eltern als auch die Kinder für das Thema sensibilisieren.

Schon jetzt nehmen Vertreter der Einrichtung regelmäßig an Treffen der Steuerungsgruppe Fairtrade teil und vernetzten sich in diesem Bereich.

In naher Zukunft soll im Wiesenhüpfer außerdem eine Arbeitsgruppe zu dem Thema gebildet werden, in der pädagogische Fachkräfte der Einrichtung, mehrere Elternvertreter und die Stadt Brake (Unterweser) als Träger vertreten sind. Diese Gruppe wird für die Umsetzung der Aktionen im Rahmen der Fairen Kita verantwortlich sein.

Schrittweise sollen außerdem Produkte aus dem fairen Handel in der Einrichtung eingeführt werden. Diese sollen auch stets erweitert werden. In erster Linie soll es sich um Produkte aus dem Lebensmittelbereich handeln. Später sollen bei der Beschaffung von Spielmaterialien ebenfalls nachhaltige und faire Aspekte Berücksichtigung finden.

Im Rahmen der Auszeichnung als Faire Kita hat der Wiesenhüpfer mehrere Ideen zur Bildung der nachhaltigen Entwicklung. Hierzu werden folgende Themen berücksichtigt:
• Natur und Artenvielfalt
• Länder und kulturelle Vielfalt
• Aufklärung zum Thema Fairtrade
• Aufklärung zu den Themen Wasser, Luft und Boden
• Konsum
• Ernährung und Landwirtschaft
• Energie und Klima

Hierbei sollen nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern mit einbezogen werden.

Tag des Baumes 2022
Der internationale Tag des Baumes wurde 1951 von den Vereinten Nationen beschlossen und hat sich seitdem zu einer der größten und erfolgreichsten Mitmachaktionen im Naturschutz entwickelt. Der Tag des Baumes findet jährlich am 25. April statt.

Wie auch im vergangenen Jahr beteiligt sich die Stadt Brake (Unterweser) wieder an diesem Tag. Auf dem Wochenmarkt werden Saattütchen mit heimischen Wildpflanzen an die Braker Bürger:innen verteilt. Dies ist auch Teil des Projektes „Tausend Gärten – Tausend Arten“. In der KiTa Braker Butjer soll außerdem ein Baum gepflanzt werden. Des Weiteren werden im ganzen Stadtgebiet im Laufe des Jahres immer wieder Bäume gepflanzt.

Das Projekt „Tausend Gärten – Tausend Arten“ richtet sich nicht nur an Kommunen, sondern auch an alle Bürger:innen. Das Projekt soll den Bürger:innen Lust auf naturnahes Gärtnern machen und die biologische Vielfalt und Biodiversität unterstützen.

Weitere Infos zu dem Projekt gibt es hier:
www.tausende-gaerten.de.

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