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Wasserturm – Ganz neue Perspektiven?

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Foto: Bad Zwischenahn Journal 1/2020

Möglichkeiten der Nachnutzung entwickelt.

Still und starr steht er da, direkt im Ortskern und führt dennoch ein Schattendasein. Das BZJ berichtete im Laufe von über 15 Jahren bereits mehrfach und greift aus gegebenem Anlass das Thema noch mal auf, denn es tut sich was in Sachen Wasserturm!

Eine Zwischenahner Sehenswürdigkeit steht zwar mitten im Ort, aber dennoch im Abseits: Der markante Wasserturm zwischen Fähr- und Dränkweg ist eigentlich ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Die Attraktion eröffnet sich, wenn die 180 Stufen des modrigen Bauwerks bewältigt worden sind. Dann bietet sich dem Besucher der Blick über das Zwischenahner Meer, eine wunderschöne grüne Landschaft und den darin eingebetteten Ort.

Der Zwischenahner Wasserturm wurde nach einem Entwurf des Hamburger Architekten Professor Fritz

Höger, der unter anderem auch das Hamburger Chile-Haus entwarf, gebaut und 1938 in Betrieb genommen. Bereits am ersten Sonntag nach der Eröffnung erklommen rund 500 Menschen das seinerzeit höchste Bauwerk des Ammerlandes. Durch den Krieg wurde der Turm beschädigt und Mitte der 50er Jahre saniert. Er ist heute ein Bau- und Industriedenkmal. In den folgenden Jahren hatten in den Räumlichkeiten innerhalb des 36,8 Meter hohen Turms verschiedenste Einrichtungen ihren Sitz: Die Kurverwaltung, das Büro des Wasserschutzpolizisten, die Musikschule oder die Funkergemeinschaft nutzten Räume in dem hohen Gebäude. Viele Jahre lang gab es übrigens unterschiedliche Aufsichtspersonen im Turm, die früher auch ein paar Pfennige Eintritt kassierten. Der 210 qbm große Wassertank ganz oben im Turm war noch bis vor ein paar Jahren in Gebrauch und regulierte den Versorgungsbezirk Bad Zwischenahn Der Turm muss nun dringend saniert werden; er hatte von Anfang an Mängel. Bereits rund zwanzig Jahre nach Fertigstellung gab es Versuche, das Mauerwerk trocken zu bekommen. Eine Kernsinstandsetzung wäre schon lange notwendig gewesen, ist aber mit immensen Kosten und Schwierigkeiten verbunden, denn das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Eine extra in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass zum einen Wohnungen ausgeschlossen sind und nur eine gewerbliche Nutzung möglich ist.

Bald könnten sich ganz neue Turm-Perspektiven auftun und eine Attraktion Zwischenahns zu neuen Ehren kommen: Die Gemeinde hatte eine Ausschreibung zur Nachnutzung erstellt. Am 22. April wird es nun eine öffentliche Veranstaltung geben, bei der drei Bewerber vier Varianten zur Nachnutzung des Wasserturms und zur städtebaulichen Neuordnung des Umfeldes vorstellen werden! Danach könnte eine entsprechende Bebauungsplanänderung erfolgen, die endlich Baumaßnahmen ermöglichen könnte. Fest steht, dass der Turm erhalten bleiben und auch weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben soll.

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