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Wichtiger Baustein der Energiewende: Grüner Wasserstoff

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Foto: hertema

Regionalkonferenz Logistik der Metropolregion Nordwest

Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein der Energiewende.
Die Wirtschaftsförderung Wesermarsch machte den alternativen
Kraftstoff auf der Regionalkonferenz Logistik der Metropolregion
Nordwest zum Themenschwerpunkt „Grüner Wasserstoff – alternativer Kraftstoff für den Nordwesten“ lautete der Titel der Regionalkonferenz Logistik, die in diesem Jahr von der Wirtschaftsförderung Wesermarsch GmbH als Onlinekongress ausgerichtet wurde. Durch die Pandemie wurde die geplante Präsenzveranstaltung am 27. Mai kurzfristig ins Netz verlegt und ist unter www.energieregion-wesermarsch.de dokumentiert. Das Onlineangebot aus Downloads und Videos wird ergänzt durch die aufgezeichnete Expertendiskussion, die live über YouTube ausgestrahlt wurde. Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen, war neben sechs weiteren Gästen Teil der Gesprächsrunde,
die von Ludger Abeln moderiert wurde. Kooperationspartner der Wirtschaftsförderung sind die Industrie- und Handelskammern Bremen,
Oldenburg, Stade. Gefördert wird die jährlich stattfindende Veranstaltung
durch die Metropolregion Nordwest.

Experten erläuterten in Kurzvideos die Einsatzmöglichkeiten
von Wasserstoff in der Praxis. In der live übertragenen Podiumsdiskussion
drehte sich die Frage auch darum, welche Zukunft Wasserstoff (H2) im
Nordwesten hat. Olaf Lies, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, bestätigte in seinem Impulsreferat, dass das Thema im Nordwesten Niedersachsens und damit auch in der Wesermarsch eine Zukunft hat. Basis für den grünen Wasserstoff sei der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien bei der Windenergie im On- und Offshorebereich sowie Photovoltaik. Ferner betonte er die notwendigen Rahmenbedingungen, damit Investitionen in den Klimaschutz verlässlich seien.

Als Energieversorger in der Region ist die EWE AG bereits mit dem
Projekt Hyways for Future dabei, mit Praxispartnern aus der Wirtschaft
unter Beweis zu stellen, dass es konkrete Bedarfe in der Metropolregion
für den Einsatz von Wasserstoff gibt. Vorstandsvorsitzender
Stefan Dohler verwies auf die komfortablen Ausgangsbedingungen in
der Wesermarsch, um in das Thema Wasserstoff einzusteigen. Das
H2-Projekt des BMVI wird rund 90 Millionen Euro aktivieren, um
im Nordwesten in Wasserstoff zu investieren. In den Salzkavernen
in Huntorf (Stadtgebiet Elsfleth) läuft bereits die Erprobung für die
Lagerung und Speicherung von Wasserstoff in der bestehenden Infrastruktur.

Grüner Wasserstoff als Chance zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung
sieht auch Professor Dr. Carsten Fichter, Gutachter für das Strategiekonzept zum Ausbau der grünen Energiewirtschaft für die Wesermarsch: „Beispielsweise kann die bestehende Infrastruktur der Netzanschlusspunkte beim ehemaligen AKW in Esensham umfunktioniert
werden, dass Windstrom dort mit einem Elektrolyseur grünen
Wasserstoff erzeugen kann. Zukünftig gibt es in unmittelbarer Nähe
zum geplanten Verlauf der A20 große Verkehrsströme, die sich dann
exzellent mit Wasserstoff versorgen lassen. Auch im Süden ist ein
Energiewendedrehkreuz bei der EWE und Uniper in Huntorf denkbar,
weil sich dort die bestehenden Kapazitäten aus Kavernen und Versorgungsleitungen für eine Wasserstoffnutzung eignen“, so der Experte. „Die Veranstaltung ist ein klares Bekenntnis für die Wasserstoffwirtschaft“,
resümierte Nils Siemen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung
Wesermarsch, abschließend die Podiumsdiskussion. Projekte wie
H2BrakeC02 werden demonstrieren, wie Arbeitsprozesse wasserstoffbasiert
im Braker Hafen möglich werden und das Strategiepapier (im Downloadbereich auf www.wesermarsch.de) zeige auf, wie der ganze
Landkreis in Schritten in Richtung regenerativer Energien entlang der
Wertschöpfungskette entwickelbar sei. Wie Wasserstoff bereits zur Anwendung kommt und kommen könnte, stellen die Vorträge der Referenten vor, die unter www.energieregion-wesermarsch.de zum Abruf bereitstehen. Im Download und mit Videobotschaft zeigen die Experten die gesamte Wertschöpfungskette Wasserstoff auf. Ob Infrastrukturausbau von Wasserstofftankstellen, grüner Lastverkehr, Öffentlicher Nahverkehr mit Brennstoffzellenbusse oder auch Wasserstoff in der Schifffahrt, Interessierte erhalten einen aktuellen Eindruck zum Spektrum der Nutzung. Öffentliche Förderprogramme sowie das Konzept zum CO2-freien Braker Hafen runden die Themen ab. Die Wirtschaftsförderung arbeitet aktuell daran, ein Netzwerk mit Unternehmen und Kommunen aufzubauen, um mit gemeinsamen Projekten die Wasserstoffwirtschaft voranzubringen. Bilder, Seite 8: Wiechmanns Weserhotel wurde zum Filmstudio umfunktioniert.

Die Agentur Mangoblau (Oldenburg) sorgte für die technische
Umsetzung der Website und der Konferenz und der Oldenburger
Lokalsender oeins für die professionelle Liveübertragung. Teilnehmer
der Diskussionsrunde v.l.n.r.: (hintere Reihe) Ingrid Marten /Wirtschaftsförderung, Claas Schott/H2BX e.V., Adenike Bettinger/Hochschule Emden/Leer, Prof. Dr. Carsten Fichter/EnergieSynergie u. Institut für Windenergie, Hochschule Bremerhaven, Claas Bunjes/L.I.T. AG; vordere Reihe: Nils Siemen/Wirtschaftsförderung, Minister Olaf Lies, Ludger Abeln/Moderator, Stefan Dohler/EWE AG.

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