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Wie hoch ist das Risiko, in der Wesermarsch in Armut zu geraten? SoVD in Niedersachsen startet „Armutsrechner“ im Internet

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Brake, 28.5.2021. Das Risiko, im Raum „Ostfriesland – Nordseeküste“ in Armut zu geraten, ist gestiegen. Der Anteil der Menschen, die armutsgefährdet sind, kletterte 2011 bis 2019 von 12,8 auf 16 Prozent so das Statistische Landesamt Ende 2020.  Hinter jeder Statistik stehen  Individuen. Viele wissen nicht, ob sie betroffen sind. Jeder und jeder kann nun mit dem interaktiven SoVD-Armutsrechner  sein  persönliche Armutsrisiko berechnen: www.armutsschatten.de/ armutsrechner, anonym und kostenlos – und hilfreich mit Blick etwa auf die Rente, um gegenzusteuern. Mit der 2019er- Armutsgefährdungsquote  liegt der Ostfriesland/Nordseeküste zwar gleichauf mit dem Landeswert von  16,0 Prozent. Doch die Quote von 16 Prozent markiert eine neuen Höchstwert seit 2011.In Gesamt-Niedersachsen waren 2019 rund 1,26 Millionen Menschen von relativer Einkommensarmut betroffen: Ein Einpersonenhaushalt hatte ein durchschnittliches Monats- Nettoeinkommen von 1.049 Euro, ein Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren verfügte über 2 203 Euro, ein Haushalt von Alleinerziehenden mit einem Kind unter 14 Jahren hatte ein Budget von 1.364 Euro.
Die Armutsgefährdungsquoten werden nach einheitlichen Methoden bestimmt. Als armutsgefährdet gelten Personen mit einem monatlichen Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 60  Prozent des Durchschnittseinkommens, gemessen am Median. Jenseits dieses Wertes verdient die eine Hälfte weniger, die andere Hälfte mehr als das mittlere Einkommen. Aber ab wann ist man eigentlich armutsgefährdet? Viele sind unsicher, ob sie betroffen sein könnten. Dabei ist diese Information wichtig, um etwa mit Blick auf Rente rechtzeitig gegenzusteuern.  Der „Armutsrechner“ des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Niedersachsen verschafft Interessierten Sicherheit und Klarheit. Mit wenigen Klicks ist das persönliche Armutsrisiko auszumachen.

Der Armutsrechner ist ein Baustein der SoVD-Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“. Mit der Kampagne möchte der SoVD  Betroffene für das Thema Armutsgefährdung sensibilisieren und die Politik zum Handeln auffordern.  Der Begriff „Armutsschatten“  steht dabei für die individuelle Armutsgefährdung, die jede*n treffen kann. „Jeder Mensch hat einen solchen Armutsschatten. Mit unserem Armutsrechner kann man herausfinden, wie groß der persönliche Schatten ist und was man tun kann, um ihn möglichst klein zu halten“, sagt Julia Lax , SoVD-Sozialberatern in Brake.

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