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Wirtschaftsfaktor Tourismus

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Foto: Bad Zwischenahn Journal 1/2020

Studie belegt Bedeutung für Bad Zwischenahn.

Egal ob Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleister oder Handwerksbetriebe, es gibt kaum einen Bereich, der nicht vom Tourismus profitiert. Welche Bedeutung der Wirtschaftsfaktor Tourismus für Bad Zwischenahn hat, belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) an der Universität München. Insgesamt wurden im Jahr 2018 0,77 Millionen Übernachtungen erfasst: Hotels über 35 Prozent, Reha-Klinik und Privatvermietungen jeweils um die 17 Prozent. Dazu kommen mehr als 2 Millionen Tagesgäste. „Obwohl wir dreimal mehr Tagesreisende haben, ist das Verhältnis von Tagesgästen zu Übernachtungsgästen im Vergleich zu anderen Städten in Bad Zwischenahn sehr gesund“, stellt Dr. Manfred Zeiner vom dwif heraus. Laut der Studie gibt ein Tagestourist im Durchschnitt 30,90 Euro und ein Gast in einem gewerblichen Betrieb vor Ort pro Tag 122,90 Euro für Unterkunft, Verpflegung, Einkäufe und sonstige Dienstleistungen aus. Bei Gästen in einer Privatvermietung betragen die Pro-Kopf-Tagesausgaben 80,20 Euro und bei Gästen auf dem Campingplatz 42,70 Euro. Daraus resultiert ein Gesamtumsatz von 145,8 Millionen Euro pro Jahr allein aus dem Tourismus. Davon profitieren das Gastgewerbe mit 71,8 Millionen Euro, der Einzelhandel mit 37,1 Millionen Euro und das Dienstleistungsgewerbe mit 36,9 Millionen Euro. Insgesamt beziehen laut der Studienberechnung 2.870 Personen in Bad Zwischenahn ihr Einkommen aus dem Tourismus. Gleichzeitig bringt er Steueraufkommen und hilft bei der Finanzierung der öffentlichen Haushalte – insgesamt 13,6 Millionen Euro Mehrwertsteuer und Einkommensteuer pro Jahr sowie 1,1 Millionen Euro Steuerrückflüsse (nach Kreis- und Gewerbesteuerumlage) in den kommunalen Haushalt. „Die Zahlen zeigen, dass der Stellenwert des Wirtschaftsfaktors Tourismus in Bad Zwischenahn enorm hoch ist“, sagt Dr. Norbert Hemken, Geschäftsführer und Kurdirektor. „Sehr wichtig sind künftig Investitionen in die Infrastruktur – von privater wie von öffentlicher Hand.“ Auch wenn die Zahl der Übernachtungen in gewerblichen Betrieben in Bad Zwischenahn seit 2013 stetig steigt, sei es eine große Herausforderung, die rückläufige Bettenkapazität in Bad Zwischenahn zu stoppen. Aufgrund des Wegfalls von vielen Pensionen und kleinen Hotels müssten andere Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Der Ausbau des Reha-Zentrums am Meer ist ein erster Schritt, hat aber eine andere Zielgruppe. Insgesamt zeigt die Studie, wie wichtig Investitionen in den Tourismus sind und welche Bedeutung er für den Arbeitsmarkt und örtliche mittelständische Unternehmen hat. Beauftragt worden war die Studie des dwif im Jahr 2018 von der Bad Zwischenahner Touristik GmbH. Die Ergebnisse wurden jetzt auf einer Versammlung der Beherbergungsbetriebe in Bad Zwischenahn präsentiert.

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